St. Peter-Ording : Seltenes Fundstück im Sand

Glücklicher Finder: Thomas Fink mit der Flaschenpost aus England. Foto: Rahn
Glücklicher Finder: Thomas Fink mit der Flaschenpost aus England. Foto: Rahn

Urlauber Thomas Fink aus Baden-Württemberg entdeckte bei einem Spaziergang eine Flaschenpost - aufgegeben am 31. Mai 1981.

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04. August 2011, 10:40 Uhr

St. Peter-Ording | "Ich hatte noch nie einen Sechser im Lotto. Aber das hier ist, als hätte ich einen gehabt", sagt strahlend der gebürtige Schwabe Thomas Fink (58) aus dem Weinort Großbottwar-Winzerhausen. Auf einem seiner täglichen Strandspaziergänge in St. Peter-Ording (Kreis Nordfriesland) fand der Urlauber im Strandabschnitt St. Peter-Bad auf der Sandbank eine Flaschenpost. Das Besondere: die Schrift auf dem Zettel drinnen war noch nicht verblasst und von außen noch gut lesbar. Und das nach 30 Jahren. Abgeschickt wurde sie auf der anderen Seite der Nordsee, nämlich in der englischen Hafenstadt Grimsby. Am 31. Mai 1981 hatte dort die damals 15-jährige Tracy J. die Postsendung, die nur eine Adresskarte enthält, aufgegeben.
Der Sturm der vergangenen Tage hatte ihr etwas anderes Päckchen nun freigelegt. "Ich habe die Flasche zwischen den anderen Treibseln erst gar nicht gesehen, noch halb mit Sand bedeckt", berichtet Fink begeistert und aufgeregt zugleich. Offensichtlich, so mutmaßt der glückliche Finder, von Beruf Vermessungsingenieur, sei die Flasche wohl relativ schnell in St. Peter-Ording gelandet und habe all die Jahre im tiefen Sand gelegen, ohne dem Tageslicht ausgesetzt zu sein. So erklärt er sich die Lesbarkeit.
Flaschenpost wird "gut behütet" mit nach Hause genommen
"Mich würde interessieren, ob Tracy noch lebt. Sie muss ja nun 45 Jahre alt sein", so Fink. Er werde auf jeden Fall recherchieren. Doch zunächst kommt das seltene Schätzchen erst einmal zuhause in ein dunkles Fach. Bis dahin verwahre er sie ebenso "gut behütet" in seinem großen Koffer, denn erst in eineinhalb Wochen geht es für ihn wieder heimwärts. Bei seinen langen Strandspaziergängen will er auf jeden Fall weiter die Augen offen halten. Vom Ortsteil Ording bis runter nach Böhl läuft er regelmäßig und genießt die Wanderungen am Meeressaum, die Weite und die Ruhe.
Werner Domann, Marketing- und Veranstaltungsleiter der Tourismus-Zentrale St. Peter-Ording, zeigte sich hellauf begeistert von dem besonderen Fund: "Das ist eine einmalige Sache. Ich habe so etwas bisher noch nicht erlebt."
(shz)

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