List auf Sylt : Seenotretter kommen kleinem Seehund zu Hilfe

Ein Heuler in Not: Seenotretter Mathias Rönnau (l.) und Seehundjäger Thomas Diedrichsen mit dem jungen Seehund an Bord des Arbeitsbootes Michel des Seenotkreuzers Pidder Lüng.
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Ein Heuler in Not: Seenotretter Mathias Rönnau (l.) und Seehundjäger Thomas Diedrichsen mit dem jungen Seehund an Bord des Arbeitsbootes Michel des Seenotkreuzers Pidder Lüng.

Eine Spaziergängerin entdeckt einen offenbar von der Mutter verlassenen Heuler. Seehundjäger und Helfer der Seenotretter befreien das Tier aus seiner Lage. Der gesunde Heuler wird nun aufgepäppelt und in einigen Wochen wieder frei gelassen.

shz.de von
08. Juni 2014, 18:24 Uhr

List | Seenotretter sind am Samstagnachmittag vor List auf Sylt einem kleinen Seehund zu Hilfe gekommen. Eine Spaziergängerin hatte den anscheinend von seiner Mutter verlassenen Heuler an der Nordmole entdeckt, wie die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) am Sonntag mitteilte.

Sie informierte den Seehundjäger Thomas Diedrichsen, der jedoch von der Landseite aus nicht an das Tier herankommen konnte. Schließlich näherten sich die Seenotretter mit einem Arbeitsboot des Seenotkreuzers „Pidder Lüng“ dem Heuler, der sich mit seinen Vorderflossen an einem Pfahl festklammerte. „Er ließ sich ohne Gegenwehr an Bord nehmen und war offenbar froh, dass wir ihn aus dieser Notlage befreit haben“, sagte Seenotretter Mathias Rönnau. Das kerngesunde Tier wurde in die Seehundaufzuchtstation nach Friedrichskoog gebracht. Dort wird es in den nächsten Wochen aufgepäppelt und später ausgewildert.

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