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Gerettet vor Sylt : Seenotretter finden vermissten Schlauchbootfahrer im Wattenmeer

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Der Betreiber einer Sylter Surf- und Segelschule wollte einen Katamaran bergen, den der Wind aufs Wattenmeer trieb. Als er nach 50 Minuten nicht wieder da war, riefen seine Schüler die Seenotretter.

shz.de von
erstellt am 02.Sep.2015 | 11:30 Uhr

Seinen aufmerksamen Schülern verdankt der Betreiber einer Sylter Surf- und Segelschule die Rettung aus einer gefährlichen Situation im Wattenmeer. Die Besatzung des Seenotrettungskreuzers Pidder Lüng/Station List der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) fand den Mann am Dienstagabend, 1. September 2015, auf seinem Schlauchboot mit Maschinenausfall rund vier Kilometer vor der Sylter Ostküste.
Böiger, ablandiger Westwind der Stärke 6 bis 7 hatte am Spätnachmittag einen Hobiecat vom Strand nördlich des Munkmarscher Hafens losgerissen. Das Segelfahrzeug war auf das Wattenmeer hinausgetrieben. Der Betreiber der Surf- und Segelschule, zu der der Hobiecat gehört, fuhr mit einem Schlauchboot hinterher, um ihn wiedereinzufangen.
Als der Mann und sein Boot außer Sicht und nach 50 Minuten noch immer nicht zurückgekehrt waren, alarmierten seine Schüler um kurz vor 19 Uhr die Seenotleitung Bremen der DGzRS. „Sie waren in ernster Sorge, weil der Außenbordmotor des Schlauchbootes schon beim Losfahren immer wieder gestottert hatte“, berichtet Christian Koprek, Vormann der Pidder Lüng. Der in List stationierte Seenotrettungskreuzer machte sich umgehend auf die Suche nach dem überfälligen Boot.
Dank ihrer guten Revierkenntnis hatten die Seenotretter schnell Erfolg: Auf der Fahrt nach Munkmarsch fand die Pidder Lüng den Vermissten in seinem Schlauchboot im Pandertief rund zwei Seemeilen (etwa vier Kilometer) querab des Leuchtfeuers Rotes Kliff im Wattenmeer. „Der Mann hatte noch einen Anker werfen können und den Hobiecat längsseits genommen und war ziemlich glücklich, uns zu sehen“, berichtet Vormann Koprek.
Mit dem Arbeitsboot Michel der Pidder Lüng nahmen die Seenotretter Schlauchboot und Hobiecat in Schlepp. Der Munkmarscher Hafenmeister Michael Petersen, zugleich freiwilliger Vormann der Hörnumer Seenotretter, hatte vorsorglich die Kollegen der Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) informiert, deren Unterstützung glücklicherweise aber nicht mehr nötig war. Das DRK sorgte aber dafür, dass beim Eintreffen in Munkmarsch bereits ein Rettungswagen bereitstand. Der Landrettungsdienst übernahm die weitere Versorgung des Vermissten.
 

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