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Reetdach gegen Reeperbahn : Seenotkreuzer: Sylt kann es noch reißen

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Sylt liegt bei Spendenaktion „Reetdach gegen Reeperbahn“ für den neuen Lister Seenotretter nur noch 16 000 Euro hinter Hamburg.

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erstellt am 04.Dez.2013 | 00:31 Uhr

Noch rund 48 Stunden – dann ist der Wettkampf entschieden: Bis morgen um Mitternacht läuft der Spendenwettbewerb „Reetdach gegen Reeperbahn“ der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) noch. Seit Monaten sammelt die DGzRS auf diesem Wege Geld zur Finanzierung des neuen, in List stationierten Seenotretters. Ob das Schiff einen Namen mit Hamburg- oder mit Sylt-Bezug erhält, entscheidet sich daran, ob die Insulaner oder die Hanseaten großzügiger ins Portemonnaie greifen. Während die Hamburger wochenlang deutlich vorne lagen, machte sich gestern zu Redaktionsschluss eine Trendwende bemerkbar: Mit rund 678 000 Euro eingegangener Spenden liegt die Insel nur noch rund 16 000 Euro zurück. Dass das Schiff mit dem nüchternen Arbeitstitel „SK 34“ beispielsweise Käpt’n Corl, Merret Lassen oder Klaar Kimming heißen wird, scheint noch möglich – so sich denn noch einige Insulaner spendierfreudig zeigen. Aber auch schon jetzt ist man bei der DGzRS sehr zufrieden: Mit einem Gesamtstand von rund 1 371 000 Euro haben die Seenotretter bisher schon 76 Prozent der angepeilten Gesamtsumme von 1,8 Millionen Euro zusammen – „und mit dieser Summe hatten wir die Latte sehr hoch gesetzt“, sagt Christian Stipeldey, Pressesprecher der Seenotretter. Mit einem Spendenaufruf dieser Art, bei dem Interessierte auf der Internetseite www.reetdach-gegen-reeperbahn.de den aktuellen Stand live mitverfolgen können, habe man bisher keine Erfahrung gehabt und ist mit dem Erfolg vollauf zufrieden.

Auch, weil sich der neue Retter, der seit Anfang September am Lister Hafen liegt, bewährt: „Die Besatzung ist mit dem Seegangverhalten sehr glücklich, außerdem haben wir mit der SK 34 im Gegensatz zur „Minden“ einen technischen Sprung von 30 Jahren gemacht - es ist ein hochmodernes Schiff“, so Stipeldey.

Wer sich an der Aktion „Reetdach gegen Reeperbahn“ beteiligen möchte, hat noch auf verschiedenen Wegen die Chance dazu: Gespendet werden kann auf der Internetseite www.reetdach-gegen-reeperbahn.de. Außerdem sind im Kundenzentrum des sh:z Medienhauses Sylt noch hochwertige Drucke des Bildes „Insel der Phantasten“ des Künstlers Hans-Ruprecht Leiß käuflich erhältlich. Mit dem Verkauf der Drucke hat das Medienhaus Sylt die DGzRS schon mit Spenden von weit mehr als 10 000 Euro unterstützt. Namensvorschläge können noch bis morgen um Mitternacht an sk34@seenotretter.de geschickt werden. Unter allen Einsendungen wird eine Fahrt mit dem Seenotretter verlost. Direkt nach der feierlichen Taufe des Schiffes am Sonnabend, 14. Dezember, um 11.30 Uhr im Lister Hafen, darf der Gewinner mit dem frisch getauften Schiff in See stechen.

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