Bauprojekt : Seeburg soll Anfang Oktober eröffnen

Soll nun im Oktober fertig saniert sein: Das Haus Seeburg in der Friedrichstraße.
Soll nun im Oktober fertig saniert sein: Das Haus Seeburg in der Friedrichstraße.

Immer noch eingerüstet: Die Sanierung des prominenten Gebäudes an der Friedrichstraße hat sich verzögert.

shz.de von
13. Juli 2015, 05:21 Uhr

Eigentlich sollte die Top-Immobilie in der Friedrichstraße längst fertig gestellt sein. Doch wer am Haus Seeburg in der Westerländer Friedrichstraße vorbei kommt, sieht weiterhin ein Baugerüst und dahinter ein lange nicht fertig saniertes Gebäude.

„Unvorhergesehene Brandschutzmaßnahmen und Statikprobleme“ hätten den avisierten Zeitplan erneut nach hinten geworfen, ist die Begründung von Projektleiter Reinhard Deventer. „Nun läuft seit drei Wochen ein finaler Terminplan, den wir in den letzten Tagen mit allen beteiligten Handwerkern abgesprochen haben“, so Deventer weiter. Für die Abnahme der Statik habe mehrere Male ein Prüfingenieur aus Flensburg anreisen müssen, dadurch hätte man immer wieder Zeit verloren. Wenn nun keine weiteren Zwischenfälle die Bauarbeiten verzögern, soll die Seeburg Anfang Oktober eröffnen.

Ursprünglich hatte der Bauherr, Kunsthändler Harry Mensing, in den drei Stockwerken über dem Erdgeschoss zwölf hochwertige Appartements für Feriengäste geplant. Nach Rücksprache mit dem für die Vermietung zuständigen Immobilienbüro König habe man die beiden Wohnungen im Dachgeschoss zu einem großzügigen 100-Quadratmeter-Appartment zusammengelegt, so dass nun elf Wohneinheiten entstehen. Weiterhin im Angebot sind zwei 34-Quadratmeter-Appartements und acht Appartements zu 50 Quadratmetern. Mensing wird im Erdgeschoss auf rund 250 Quadratmetern eine neue Galerie eröffnen, auf den verbleibenden 150 Quadratmertn Gewerbefläche entsteht ebenfalls unter seinen Fittichen die „Icery“. Hier werden Frozen Joghurt, Waffeln, Milchreis und andere Snacks angeboten – sofern die Behörden in Kürze eine Betriebsgenehmigung für die Eisdiele erteilen, heißt es von Deventer.

Im August soll das Gerüst vom Haus verschwinden, „spektakulär“ wird es laut Reinhard Deventer noch einmal im September, wenn die sechs Balkons von einem riesigen Kran vor die Fassade gehängt werden. Für die Installation war eine aufwendige Unterkonstruktion nötig, ein Balkon wiegt 950 Kilogramm und muss eine Gesamtlast von zweieinhalb Tonnen tragen können. „Es kann ja sein, dass da mal acht Personen auf dem Balkon stehen weil unten ein Schützenverein oder die Karnevalisten vorbei marschieren. Und dann sollen die Balkons ja nicht hinunterfallen.“

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