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Windsurf World Cup auf Sylt : Sechs Kilo Nutella und viel Obst

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Was essen Windsurfer am liebsten? Im ersten Teil unserer Serie „Trends bei Surfern“ dreht sich alles um Essen und Getränke beim Surf Cup

Was braucht der moderne Surfer? Mit welchen Utensilien rüstet er sich für einen langen Tag auf dem Wasser? Was ist gerade Trend? Und wie zieht man sich als Windsurfer an, um nicht nur sportlich ganz vorne mit dabei zu sein? In unserer Serie informiert die Sylter Rundschau während des Windsurf World Cups auf Sylt (25. September bis 4. Oktober) in jeder Ausgabe über die neuesten Trends in die Welt der Surfer geben.

Essen und Trinken ist einer der wichtigsten Grundlagen des Surfers. Denn: Nur wer mit ausreichend Energie versorgt ist, kann auf dem Wasser Höchstleistungen bringen. Doch was essen die Surfer den ganzen Tag? Wie decken sie ihren hohen Kalorienbedarf?Und welche Leibspeisen gibt es während des World Surf Cups auf der Insel?

„Obst wird am meisten gegessen, am liebsten Bananen wegen des Calcium“, sagt Rena Ratje. Während des Windsurf World Cups sorgt sie, gemeinsam mit zwei Kolleginnen, für das leibliche Wohl der Fahrer. Große Kisten mit frischen Früchten und palettenweise Getränke stehen schon bereit. „Morgens bekommen die Surfer hier Müsli und Brötchen – am Abend gibt es dann zum Beispiel Gemüseeintöpfe“, erzählt die Organisatorin. Während des gesamten Tages stehen kalte Getränke sowie Kaffee, Kakao und Tee für die rund 130 Sportler bereit. Die meisten trinken Wasser – Cola wird eher selten getrunken, erzählt Ratje, die die Surfer auf Sylt zum zweiten Mal mit Nahrung versorgt. „Zwischendurch gibt es dann auch Mal was Frisches zu essen wie Salate, Nudeln oder Milchreis.“ Rund 84 Liter Suppe haben die Fahrer, laut Veranstalter, im vergangenen Jahr gelöffelt – und das neben den regulären Mahlzeiten. Außerdem wurden sechs Kilo Nutella verzehrt und noch einmal die gleiche Menge Kakaopulver verbraucht.

Nussnougat-Creme taucht auf dem Speiseplan von Christopher Bünger, Inhaber der Surfschule Südkap Surfing in Hörnum, nicht auf. Auch der Sylter wird am großen Wettkampf vor Westerland teilnehmen. „Während der Regatten esse ich abends Haferflocken mit Banane oder Kirschen und Milch“, erzählt der Windsurfer. Das gleiche gibt es dann auch wieder zum Frühstück, dazu manchmal noch zwei Eier. So würden sich die meisten Surfer ernähren, sagt der 31-Jährige. „Es ist wichtig, dass der Blutzuckerspiegel konstant bleibt, und man nur kleine Portionen isst, um nicht vollgefressen aufs Wasser zu gehen.“ Zwischendurch gibt es dann Nudeln – ohne Sauce, Gemüse oder Salz. „Hier geht es nur um die pure Kohlenhydratzufuhr“, sagt Bünger. Vor dem Wettkampf versuche er immer ein wenig an Gewicht zuzunehmen.

Wer den ganzen Tag auf dem Wasser unterwegs ist, verbraucht viel Energie – ungefähr so viel wie ein Läufer bei einem Halbmarathon. „Surfen zählt als schwere Arbeit, rund 40 bis 50 Kalorien werden hier pro Kilo Körpergewicht gebraucht, sagt Professor Burkhard Weisser“, Sportmediziner an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Das würde jedoch nur für Surfer gelten, die über einen längeren Zeitraum durch die Wellen pflügen – eine halbe Stunde auf dem Brett zähle nicht dazu. „Ein 80 Kilogramm schwerer Surfer braucht 3  000 bis 4  000 Kalorien pro Tag“, sagt der Experte. Zum Vergleich: Der durchschnittliche Kalorienbedarf eines erwachsenen Büromenschen liegt bei rund 2  000 Kalorien. Mit normalen Speisen und Getränken können Surfer ihren Energiebedarf decken, selbst Vegetarier und Veganer hätten hier keine Probleme – Spezialnahrung brauchten sie dazu nicht, so Weisser. Die sei erst bei einem deutlich höheren Kalorienbedarf nötig, wie ihn zum Beispiel Fahrer bei der Tour de France haben. „Die Surfer sollten am Abend vor dem Wettkampf eine doppelte Portion Spaghetti oder Fleische essen“, rät der Kieler Sportmediziner. Dann seien sie für die körperliche Herausforderung im Meer gut vorbereitet.

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erstellt am 25.Sep.2015 | 05:30 Uhr

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