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Sylter Rundschau

18. August 2017 | 20:39 Uhr

Schwierige Situation für List

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Die unendliche Geschichte: Wer sich allein das Hin und Her während der sechs Jahre vor Augen führt, die zwischen der Idee und dem Scheitern der Nordsee-College-Pläne lagen, dem wird schwindelig. Doch dass nun zügig und ohne größere Querelen zwischen Besitzgesellschaft und Gemeinde List zu einer sinnigen Nutzung des riesigen Areals gefunden wird, dafür stehen die Zeichen auch heute schlecht.

Denn zumindest auf den ersten Blick hat die Gemeinde List nicht viel Spielraum: Zum einen gibt der Regionalplan V des Landes relativ genau vor, was auf der Fläche geschehen darf. Eine größere touristische Nutzung, wie beispielsweise ein Hotel, fällt dadurch beispielsweise weg. Bleibt weiterhin die Idee zumindest Teile der Fläche mit Wohnungen zu bebauen. Übernimmt das die NCS-Betriebsgesellschaft, ist es für die Gemeinde juristisch schwierig, wasserdicht festzuschreiben, dass diese Wohnungen wirklich Dauerwohnungen für Sylter bleiben und nicht früher oder später zu Zweitwohnungen werden. Die Alternativ-Lösung – List baut dort selbst Dauerwohnungen – ist finanziell kaum machbar, selbst, wenn die Gemeinde das Gelände kaufen könnte. Auch die zeitweise thematisierte Variante, dass sich List für den Kauf mit anderen Inselgemeinden zusammenschließt, scheint genau wie die einst angedachten Pläne, dort eine Art Campus entstehen zu lassen, nur begrenzt wahrscheinlich.

Trotz all dieser Schwierigkeiten wäre den Listern nach all den negativen Erfahrungen mit dem Gelände zu wünschen, dass der zweite Anlauf nicht so desaströs endet wie der erste.

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von
erstellt am 12.Mai.2014 | 17:16 Uhr

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