zur Navigation springen

Schwimmen auf Sylt : Schulverband für Umbau der Sylter Welle

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Nach langem Hin und Her hat der Schulverband eine Entscheidung zum Schulschwimmen getroffen: Das Schulzentrum soll ab Mitte 2015 ein neues Sportbecken in der Sylter Welle nutzen.

shz.de von
erstellt am 24.Jan.2014 | 06:00 Uhr

Die Zukunft des Sylter Schulschwimmens beschäftigt den Schulverband Sylt bereits seit geraumer Zeit. Da der Pachtvertrag für die Schwimmhalle in List Ende des Jahres ausläuft, wurde nach einer Alternative gesucht. Eine solche bot Peter Douven, Geschäftsführer des Insel Sylt Tourismus Service (ISTS), mit dem Vorschlag, das Außenbecken der Sylter Welle zu einem überdachten Sportbecken umzubauen (wir berichteten).

Nach langem Hin und Her beschloss der Schulverband in seiner jüngsten Sitzung am Mittwochabend, diesem Vorschlag zu folgen. Der Verband beteiligt sich mit einem jährlichen Festbetrag an der neu entstehenden Schwimmhalle – allerdings mit einer Einschränkung: Der Verband zahlt jährlich höchstens 200 000 Euro. Davon sollen sowohl der Umbau des Beckens als auch Unterhalt und Personal finanziert werden. Abgezogen sind bereits die Einnahmen, die durch eine touristische Mit-Nutzung wieder hereinkommen. Liegen die Kosten höher als 200 000 Euro, muss erneut verhandelt werden.

Douven hatte bereits im Herbst eine Kalkulation vorgelegt, die im besten Fall – also bei bewilligten Zuschüssen vom Land – von jährlich 178 421 Euro ausgeht. Im schlimmsten Fall wären es allerdings 283 097 Euro. Diese Differenz war den Verbandsmitgliedern zu hoch, deshalb entschlossen sie sich für die Deckelung der Kosten.

Verbandsvorsitzende und Bürgermeisterin Petra Reiber zeigte sich überrascht, dass am Ende dieses Ergebnis herauskam. „Ich hätte damit gerechnet, dass wir uns darauf einigen würden, ein Nutzungsentgelt für die benötigten Stunden zu zahlen.“ Das hätte ihren Angaben zufolge aber den Nachteil gehabt, dass der Schulverband bei Tarifen und Zeiten kein Mitspracherecht gehabt hätte.

Bereits zu Beginn der Sitzung hatte Reiber deutlich gemacht, dass es im Schulverband nicht um den Schwimmsport der Vereine, sondern ausschließlich um die Bedürfnisse des Schulzentrums gehe. Da für die weiterführenden Schulen eine Nutzung der Lister Schwimmhalle wegen der großen Entfernung nicht in Frage komme, sei diese von vornherein außen vor gewesen. Da der ISTS die neue Halle aber erst bis Mitte 2015 fertigstellen kann, wollen die Inselgemeinden versuchen, den Vertrag für die Lister Schwimmhalle noch etwas zu verlängern.

Wie die Belange der Vereine in dieses Konzept passen, ist jetzt Thema im Sport-, Jugend- und Kulturausschuss der Gemeinde Sylt am 19. Februar. Reiber glaubt aber, dass ein Kompromiss gefunden werden kann, in dem alle Wünsche vereinbar sind. Auch werde die Gemeinde Sylt den ISTS im Fall, dass die Kosten für die Schwimmhalle die 200 000 Euro überschreiten, nicht hängen lassen.

Am Ende der Sitzung wurde der Beschluss mit zehn Ja-Stimmen und zwei Enthaltungen angenommen. Drei Nein-Stimmen kamen aus den Gemeinden Wenningstedt-Braderup und List. Besonders Wenningstedts Bürgermeisterin Katrin Fifeik war es wichtig, dass der Widerspruch ihrer Gemeinde im Protokoll vermerkt wurde. Sie kündigte an, die rechtlichen Grundlagen des Beschlusses juristisch prüfen zu lassen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen