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Tagung in Kampen : Schonende Wege beim Erkennen von Prostatakrebs

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Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Ab Freitag bilden sich in Kampen 140 Mediziner in der Früherkennung von Prostatakrebs fort. Der Flensburger Urologe Prof. Tillmann Loch hat zum fünften Mal diese Fachtagung auf Sylt organisiert.

Das Prostatakarzinom ist bei Männern nach wie vor der häufigste bösartige Tumor und die zweithäufigste krebsbedingte Todesursache nach dem Darmkrebs. Um so wichtiger ist aus Sicht der Fachmediziner ein möglichst frühzeitiges Erkennen und Behandeln. Zum fünften Mal werden sich an diesem Wochenende etwa 140 Urologen aus ganz Deutschland daher zu einem Symposium auf Sylt treffen, um sich über die neuesten Techniken zu informieren, sie praktisch zu üben und darüber zu diskutieren.

Initiator und Ausrichter der urologischen Fortbildungsveranstaltung mit internationalen Referenten, die am Freitag und Sonnabend im Kaamp-Hüs stattfindet, ist Prof. Tillmann Loch, Chefarzt der Klinik für Urologie des Diakonissenkrankenhauses Flensburg. Ihm zur Seite steht die urologische Belegabteilung der Asklepios Nordseeklinik, die von seiner Frau, der Westerländer Urologin Dr. Annemie Loch, betrieben wird. In dem Symposium geht es insbesondere um die Früherkennung des Prostatakarzinoms, das im Frühstadium den Erkrankten noch keine Beschwerden verursacht.

In dieser ärztlichen Fort- und Weiterbildung werden die neuesten Möglichkeiten einer schonenderen und zielgerichteten Diagnosestellung dieser Krebsart diskutiert, von der auch die Patienten profitieren. Ein Schwerpunkt ist das von Prof. Loch entwickelte computergestützte Prostatauntersuchungsverfahren „ANNA / C-TRUS“. Des Weiteren wird eine weltweit neue minimal invasive 3D-Operationstechnik für urologische Erkrankungen aus Flensburg vorgestellt.

Lochs Verfahren erlaubt es zielgerichtet und schonender Prostatakrebs zu entdecken. „Statt mehrfach ziellos Gewebeproben zu entnehmen, benötigt man mit unserem Verfahren weniger und vor allem gezieltere Biopsien“, erläutert Loch. Während so ein Vorgehen vor zehn Jahren noch undenkbar gewesen sei, gehe der Trend mittlerweile immer stärker dorthin. Zumal die Erkennungsrate höher als auf herkömmlichem Wege sei. Loch: „Man muss Prostatakrebs so früh wie möglich erkennen, das ist die einzige Chance für eine Heilung.“

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erstellt am 12.Sep.2013 | 18:00 Uhr

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