Schnelles Internet in List

Frieren für die Werbung:  Thomas Diedrichsen und Filiago-Geschäftsführer Utz Wilke.  Foto: nje
Frieren für die Werbung: Thomas Diedrichsen und Filiago-Geschäftsführer Utz Wilke. Foto: nje

Kleinstes Internet-Café Deutschlands kann noch bis Sonntag auf dem Ellenbogen ausprobiert werden

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04. Februar 2012, 09:13 Uhr

List | Der metallische Wohnanhänger, der noch bis Sonntag am äußersten Zipfel des Lister Ellenbogens steht, ist wohl das kleinste Internet-café Deutschlands. Damit ist das enge Mobil des Internetanbieters Filiago auch das nördlichste und vor allem das kälteste Netzcafé des Landes.

Mit der Werbeaktion will das Unternehmen mit Sitz in Bad Segeberg sein Angebot bekannt machen, das auf Internetverbindung über Satellit setzt. Zu diesem Zweck hat das Team um Filiago-Geschäftsführer Utz Wilke neben dem Wohnanhänger auch eine Satelliten-Schüssel aufgestellt - und hat damit Zugang zu schnellem Breitband-Internet. Das Geschäftsmodell der norddeutschen Firma, die seit neun Jahren auch europaweit Kunden versorgt, basiert auf der Breitband-Unterversorgung ländlicher Regionen. "Wir bedienen eine Nische, die die großen Anbieter noch nicht füllen können", sagt Utz Wilke. Dabei könne die angebotene Satelliten-Lösung als eine "Übergangstechnologie für diese abgelegenen Orte" genutzt werden. Viele Nutzer warteten schon über Jahre auf den Anschluss an das Breitband-Internet - doch wenn trotzdem nichts passiere, "dann können wir innerhalb von fünf Tagen Abhilfe schaffen", verspricht der Geschäftsführer.

Was es zum Beispiel bedeutet ein Gewerbe ohne schnellen Internetzugang führen zu müssen, weiß Thomas Diedrichsen, der mit "Üthörn" die nördlichsten Ferienwohnungen Deutschlands anbietet. "Hier besteht das gleiche Problem wie auch in der Süder- und Westerheide", sagt Diedrichsen. Es fehle schlicht die Infrastruktur für Breitband. "Dabei bräuchten wir den Zugang um unsere Vermietungen über unser Buchungssystem besser abwickeln zu können." Nachdem das Filiago-Team am Ellenbogen seine Marketingaktion abschließt, die es bereits an viele Orte in Norddeutschland geführt hat, zieht Utz Wilke ein positives Fazit: "Die Resonanz an diesen abgelegenen Orten war besser als auf der Cebit."Weitere Infos: www.filiago.de

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