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Förderprogramm Breitbandausbau : „Schnelles Internet für alle Sylter“

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Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Gemeinde Sylt und Amt Landschaft Sylt erhalten zusammen 100 000 Euro für die Förderung des Breitbandausbaus

shz.de von
erstellt am 21.Jun.2016 | 05:30 Uhr

Die Weichen für schnelleres Internet auf Sylt wurden gestern Nachmittag in Berlin gelegt: Bundesminister Alexander Dobrindt (CSU) überreichte im Ministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur zwei Förderbescheide für „Beratungsleistungen zum Breitbandausbau“ an die Gemeinde Sylt und das Amt Landschaft Sylt. Der stellevertretende Bürgermeister der Gemeinde Sylt, Gerd Nielsen, Amtsvorsteher Rolf Speth sowie Projektleiter Bernd Neumann reisten dafür in die Hauptstadt und nahmen die beiden Zuwendungsbescheide über je 50  000 Euro persönlich entgegen.

Aber warum bekommt die Insel 100  000 Euro nur für Beratungsleistungen? Der Bund möchte mit dem sogenannten Förderprogramm Breitbandausbau, dass unterversorgte Gebiete einen Netzzugang von mindestens 50 Mbit pro Sekunde erhalten. Allerdings muss dieser Ausbau von den Gemeinden im Voraus gut geplant sein - sonst wird er nicht umgesetzt. „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass ohne die Beratungsleistung der Antrag auf Förderung des Bundes nicht erfolgreich ist“, sagt Richard Krause, Leiter des Breitband-Kompetenzzentrums Schleswig-Holsteins. Diese Aufgabe hat für die Gemeinde Sylt und das Amt Landschaft Sylt das spezialisierte Beratungs- und Planungsunternehmen Marxen & Schmöckel aus Henstedt-Ulzburg übernommen.

Dieser Auftrag beginnt mit einer Identifizierung der unterversorgten und daher zu fördernden Bereiche auf Sylt. Als unterversorgt gelten Bereiche mit einer Internetversorgung unter 30 Mbit/s. Nach der Kostenermittlung folgt ein wirtschaftlicher Vergleich zweier möglicher Fördermodelle: Entweder kann es die direkte Förderung eines Telekommunikationsunternehmens sein oder eine eigene Betreibergesellschaft in kommunaler Hand, die ein Glasfasernetz baut und es an einen Betreiber vermietet. Die Gutachten sollen als Entscheidungsgrundlage für die kommunale Selbstverwaltung dienen.

Auf Sylt bestehe ein sehr starkes öffentliches Interesse mit einem geplanten Breitbandnetzausbau eine bessere Online-Versorgung der touristischen Betriebe, Haushalte und allen sonstigen Gewerbebetrieben mit schnellerem Internet zu erreichen, erklärt der Sylter Projektleiter Bernd Neumann. Diese Verbesserung wird für die Bürger und anspruchsvollen Touristen der Insel Sylt von sehr großem Nutzen sein und wird bereits nach Fertigstellung des Netzausbaus als wesentlicher Wirtschaftsfaktor angesehen.

Die Zielsetzung sei klar formuliert, so Neumann: „Schnelles Internet für alle Sylter!“ Jeder Bürger, jedes Unternehmen und jeder Gewerbebetrieb auf der Insel soll die Möglichkeit haben, über Internetzugänge mit Bandbreiten von mindestens 50 Mbit/s das World Wide Web zu nutzen. Wann es allerdings soweit ist, kann nur geschätzt werden: „Im besten Fall wird der Prozess im Sommer 2017 abgeschlossen sein“, sagt Richard Krause, „im schlechtesten Fall etwa sechs Monate später“.

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