Schimmel im Keller und bröckelnde Fenstersimse

Nur Flickwerk?Die Ausbesserungsarbeiten rund um die Fenster sind gut zu erkennen.
Nur Flickwerk?Die Ausbesserungsarbeiten rund um die Fenster sind gut zu erkennen.

Im Gebäude der EVS stehen einige Sanierungsarbeiten an / Gutachten werden derzeit erstellt

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02. Juni 2014, 10:03 Uhr

Am Verwaltungsgebäude der Energieversorgung Sylt (EVS) nagt der Zahn der Zeit. Letztmalig aufwendig saniert wurde das Haus 1990/91. Dass jetzt einige Arbeiten anstehen, ist vor allem der Inselwitterung geschuldet: An der Westfassade sind deutliche Schäden sichtbar, die größtenteils ausgebessert wurden, was aber keine langfristige Lösung ist, erklärt Marek Zelezny, Geschäftsführer der EVS. Sofort den Bagger anrücken zu lassen, oder eine ganze Kompanie Bauarbeiter, davon hält er allerdings eben so wenig.

„Seit einem Jahr sind wir dabei Fakten zu sammeln. Wir haben Gutachten in Auftrag gegeben und rechnen Ende diesen Jahres mit einem Ergebnis.“ Denn die Westfassade mit bröckelnden Fenstersimsen und losem Mauerwerk ist nur eins der Problempunkte die Zelezny in dem Gebäude sieht. Auch sicherheitsrelevante Punkte wie Länge von Fluchtwegen oder aber auch die Standorte von Hochleistungsdruckern, die aus Platzmangel direkt neben Schreibtischen stehen, dort aber so gar nichts verloren haben, stehen mit auf der Liste, die jetzt sukzessive erstellt wird. „Wir sind in der Findungsphase und wollen die notwendigen Änderungen so verträglich wie möglich gestalten – sowohl für die Mitarbeiter, wie auch für die Kunden.“ Im EVS-Keller wurde bereits vor einiger Zeit versucht, das Feuchtigkeitsproblem in den Griff zu bekommen – allerdings vergebens. Das Archiv sei derzeit nur mit vorheriger Säuberung der Akten zu gebrauchen, da die Schimmelpilzbelastung in den Kellerräumen sehr hoch sei.

Auch der wirtschaftliche Aspekt spielt bei den anstehenden Arbeiten eine wichtige Rolle. Fest stehe aber augenblicklich nur, dass die EVS die Arbeiten aus eigener Tasche bezahle und die Auswirkung auf die Gemeinde per Gewinnminderung spürbar werde. Konkrete Zahlen wollte der Geschäftsführer nicht nennen, so weit sei man mit möglichen Umbauplänen noch nicht. „Wenn wir beispielsweise die Westfassade sanieren, müssen wir auch an die Fenster ran. Das bedeutet auch, dass dann innen neu gestrichen oder tapeziert werden müsste.“ Und dann könne gleich mitüberlegt werden, was man mit dem Teppich macht, der in den Büros verlegt sei. Jede Entscheidung die getroffen werde, habe Folgen für weitere Teile des Gebäudes, deshalb müssen mögliche Handlungsschritte wohlüberlegt sein und in enger Absprache mit dem EVS-Aufsichtsrat erfolgen. „Die Frage ist ja auch, ob wir ausschließlich langfristig denken, oder die Arbeiten in einzelnen Schritten absolvieren“, so Zelezny. Auch über den Zeitraum der Maßnahmen könne im Augenblick nur spekuliert werden.

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