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Sylter Rundschau

20. August 2017 | 08:09 Uhr

Kritik an Schilderwald : Schilda in Morsum

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Solange keine Gesetzesänderung erfolgt, muss das Dorf mit diesem Schildbürgerstreich leben - ein Kommentar von Frank Deppe.

„Verkehrszeichen sollen nur in notwendigen Fällen aufgestellt werden“, sagt der Landesrechnungshof und das Bundesverkehrsministerium nickt: „Es besteht Konsens, dass zu viele Verkehrszeichen angeordnet sind. Ziel muss der Abbau dieses Schilderwaldes sein.“ Die Realität aber sieht leider anders aus, und so hat sich auch Morsum im Dickicht der berüchtigten deutschen Bürokratie verfangen. Die da zum Beispiel aus der Straßenverkehrsordnung wie folgt spricht: „Das Ortsschild darf auch auf unbedeutenden Straßen für den allgemeinen Verkehr nicht fehlen.“

Dem Kreis Nordfriesland als ausführendes Organ die Schuld zuzuschieben, wäre also verfehlt. Solange keine notwendige Gesetzesänderung erfolgt, muss das Dorf wohl oder übel mit diesem Schildbürgerstreich leben.

Ob sich dieser zumindest abmildern lässt, müsste rechtlich geprüft werden: Die dezenteren so genannten „Ortshinweisschilder“ mit gelber Schrift auf grünem Grund könnten eine etwaige Alternative zu den wuchtigen Ortsschildern sein und die ungewollte Teilung des Flächendorfes zumindest optisch abschwächen. Der potentiellen Raserei durch Feld und Flur würde allerdings auch dies nichts entgegen setzen.

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erstellt am 20.Mai.2014 | 10:08 Uhr

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