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Interview : Schauspieler Oliver Wnuk über die Schönheit der Insel und lustige Rollen

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

„Auf Sylt zu arbeiten ist großer Luxus“: Gerade steht Oliver Wnuk für die Krimi-Reihe Nord Nord Mord vor der Kamera. Wir haben ihn zum Interview getroffen.

shz.de von
erstellt am 30.Okt.2015 | 05:22 Uhr

Bekannt geworden ist der Schauspieler Oliver Wnuk durch seine Rolle als Ulf in der Comedy-Serie Stromberg. Nun steht der 39-Jährige auf Sylt für die ZDF-Reihe Nord Nord Mord vor der Kamera. Im Interview mit der Sylter Rundschau spricht Wnuk über die Schönheit der Insel und darüber, wie viel Spaß es macht, lustige Rollen zu spielen.

 

Herr Wnuk, Sie haben in der Vergangenheit bereits drei Filme für Nord Nord Mord auf der Insel gedreht und stehen jetzt erneut hier vor der Kamera. Würden Sie von sich behaupten, die Insel zu kennen?

Oliver Wnuk: Ja, doch. Ich kenne mich langsam schon ganz gut aus. Ich genieße es auch sehr, hier zu arbeiten, habe zum Beispiel absichtlich keinen Fahrer, der mich zum Set bringt, sondern fahre jeden Drehtag selbst, weil ich den Arbeitsweg hier so genieße.

Haben Sie auch schon einen Lieblings-Inselort?

Ich wohne dieses Mal in Morsum, habe aber darauf geachtet, auch bei den vergangenen Drehs immer in einem anderen Inselort zu wohnen. Daher kann ich gar nicht sagen, dass ich einen Lieblings-Ort habe. Vom Ortsbild ist natürlich Keitum sehr schön, es gibt aber auch in Hörnum tolle Plätze, wo ich gerne bin.

Sie wohnen in Berlin. Lebt es sich auf der Insel anders als in der Großstadt?

Total! Es ist tatsächlich ein unglaublich entspanntes Arbeiten hier für mich. Ich bin auch schon auf den Moment gespannt, wenn ich in ein paar Wochen das Festland betrete und plötzlich wieder von sieben- und achtstöckigen Häusern umgeben bin. Obwohl mir die Größe dann auch wieder gefällt.

Sie fühlen sich also überall wohl?

Im Prinzip schon. Die ganze Rumreiserei, die die Schauspielerei mit sich bringt, sehe ich schon als großes Privileg und mache das auch gerne. Ich war dieses Jahr schon in Südafrika, Costa Rica und habe viel in Bayern gedreht. Allerdings ist das Resultat, dass ich schon 220 Reisetage hinter mir habe, was extrem viel ist. Das macht mich manchmal wahnsinnig müde und ich merke, dass ich keine 20 mehr bin. Daher genieße ich es gerade auch total, mal für längere Zeit am Stück an einem Ort zu drehen – und dann auch noch auf Sylt, das ist schon großer Luxus.

Was macht für Sie den besonderen Reiz der Insel aus?

Wenn die Sonne scheint, dann ist es hier einfach fantastisch. Ich weiß nicht, ob das stimmt, aber ich habe das Gefühl, dass es bei gleichen Temperaturen auf der Insel wärmer ist als in der Großstadt. In Berlin würde ich nicht auf die Idee kommen, bei zwölf Grad draußen zu sitzen, aber hier macht man das einfach.

Ihre Frau Yvonne Catterfeld ist auch Schauspielerin. Versuchen Sie, für ihre Drehs gemeinsam zu reisen?

Ja, wir begleiten uns natürlich. Da wir immer unsere Familie dabei haben, ist es bei uns manchmal ein bisschen wie in einem Wanderzirkus.

Die Filme von Nord Nord Mord sind bei den Zuschauern sehr beliebt. Woran liegt das Ihrer Meinung nach?

Ich glaube, die Zuschauer mögen die Kombination aus Ernsthaftigkeit und dem feinen Humor, der nicht zu präsent ist und unterschwellig mitläuft. Er lenkt nicht von der Handlung ab und wird nicht albern, ist aber trotzdem konstant charmant vorhanden. Außerdem ist Nord Nord Mord nicht der trockene Einheitsbrei, den man manchmal sonst so im Fernsehen zu sehen bekommt.

Für den komischen Teil in dem Krimi sind Sie in Ihrer Rolle als Hinnerk Feldmann federführend.

Ja, ich bin für die Komik in den Filmen verantwortlich und das macht mir auch unglaublich viel Spaß. Der Regisseur lässt mir dabei auch immer freie Hand und ich kann sehr frei die Rolle mitgestalten.

Erkennen Sie die Insulaner denn auch auf der Straße als Hinnerk?

Doch, manchmal schon. Ich werde auch ab und zu mit Namen begrüßt. Außerdem habe bisher auf der Insel auch immer einen Tisch im Restaurant bekommen. Aber das kann auch daran liegen, dass es gerade nicht so voll ist.

 

 

 

 

 

 

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