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Baustellen auf Sylt : Sanierung der L24 geplant - Autofahrer müssen mit Verkehrsproblemen rechnen

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Operation an Sylts Hauptschlagader: Das Land will die Straßendecke auf L24 zwischen Rantum und dem Bahnhof in Westerland sanieren. Ab Frühjahr soll der Verkehr auf der Strecke erheblich behindert werden.

Die Landesstraße 24 (L24) ist eine der Hauptschlagadern des Sylter Verkehrs. Sie zieht sich im Süden von Hörnum kommend über Rantum, Westerland und Kampen bis nach List und ist eine der hochfrequentiertesten Strecken der Insel. Nun ereilt zwei Abschnitte der Straße jedoch eine intensive Operation – mit teilweise erheblichen Konsequenzen für die Autofahrer. Wie das Bauamt der Gemeinde Sylt in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses erklärte, möchte das Land ab dem kommenden Jahr eine Sanierung der zweispurigen Straßendecke zwischen dem Ortseingang Rantum und Trift in Westerland (etwa auf Höhe von Rossmann) durchführen. Die Arbeiten werden in zwei Bauabschnitten erfolgen: Der erste Abschnitt ist der Bereich zwischen dem nördlichen Ortseingang Rantum und Halemdüür in Westerland, der zweite Bauabschnitt befindet sich zwischen Halemdüür und dem Bahnhof Westerland (siehe Grafik).

„Wir werden mit der Sanierung der Straßendecke im ersten Bauabschnitt im Frühjahr 2016 beginnen und die Bauarbeiten voraussichtlich nach ein paar Wochen abschließen“, erklärt Karl-Heinz Roos vom Landesbetrieb für Straßenbau und Verkehr. Die Autofahrer werden während dieser Baumaßnahmen mit einigen Einschränkungen zu rechnen haben: „Da auf dieser Strecke eine Umleitung des Verkehrs unmöglich ist, muss er einspurig mit einer Ampel geregelt werden“, so Roos. Bereits in den kommenden Monaten will das Land in dem ersten Bauabschnitt mit vorbereitenden Maßnahmen beginnen. „Die Straße hat einen zu hohen Wasserstand“, erklärt Roos, „daher müssen wir, bevor wir mir der eigentlichen Arbeit anfangen, die Straßengräben räumen, um den Wasserstand abzusenken.“

Aber auch im zweiten Bauabschnitt müssen die Autofahrer bereits bald mit erheblichen Behinderungen rechnen: Im Vorfeld zu den Baumaßnahmen des Landes will die Energieversorgung Sylt (EVS) umfangreiche Erneuerungen an den unter der Straße liegenden Leitungen vornehmen. „In der Größenordnung ist das für uns nichts alltägliches“, sagt Karl Dettmer von dem Sylter Energieversorger. „Es werden die gesamten Leitungen, darunter Wasser, Abwasser, Gas und sämtliche Kabel überprüft und erneuert – das wird ein richtiges Millionenprojekt.“ Außerdem sollen, so Dettmer, gleich noch die Hausleitungen mit erneuert werden, „damit wir in fünf Jahren die Straße nicht noch einmal aufreißen müssen.“ Die Leitungen unter der Straße haben genauso wie die Straßenoberfläche in den vergangenen 25 Jahren unter dem auf der Insel immer höheren Verkehrsaufkommen stark gelitten, erklärt er, „daher sind diese Maßnahmen notwendig“. Er wisse, dass es auf der Strecke zahlreiche neuralgische Punkte gibt, an denen eine Straßensperrung mit Umleitungen zu einem Verkehrschaos führen kann. „Die Zufahrt zum Autozug, dem Industriegebiet aber auch zu Famila und Sky sind natürlich die Ecken mit hohem Verkehrsaufkommen“, so Dettmer, „hier muss der Verkehr natürlich besonders empfindlich geregelt werden.“

Wann die EVS mit den Baumaßnahmen beginnt und wie lange die Arbeiten andauern werden, kann der Leiter für den Bereich Wasser erst Mitte November sagen. „Dann haben wir ein Gespräch mit allen Beteiligten im Rathaus und gehen von der groben Planung in die Details.“

Die für den innerstädtischen Teil Westerlands geplante Deckensanierung soll dann im Frühjahr 2017 erfolgen. Auch diese Maßnahme wird zu teilweise erheblichen Störungen im Verkehrsablauf führen, weiß Roos. „Es kann gut sein, dass es aufgrund der Bauarbeiten auch mal zu einer Vollsperrung kommen muss“, sagt er, hauptsächlich sollen auch hier die Maßnahmen aber durch halbseitige Sperrungen mit Ampeln geregelt werden. „Die L24 ist das Rückgrat der Insel, das wissen wir. Daher versuchen wir natürlich, die Sperrungen und Umleitungen so glimpflich wie möglich zu gestalten“, so Roos, „wir werden uns dazu aber intensiv mit der Gemeinde beraten. Auch wann terminlich die günstigste Zeit für die Maßnahme ist, vor allem in Anbetracht des Tourismus.“

 

 

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erstellt am 15.Okt.2015 | 05:12 Uhr

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