zur Navigation springen

Geburtshilfe auf Sylt : Rufbereitschaft der Hebammen planmäßig gestartet

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Seit Anfang Oktober gibt es wieder Hilfe für Schwangere in Notfällen. DRK meldet deutlichen Rückgang der Einsätze in diesem Jahr.

von
erstellt am 08.Okt.2015 | 05:30 Uhr

Ab heute hat die Sylter Hebamme Heidrun Hepper ihren ersten Dienst in der neuen Rufbereitschaft. Rund um die Uhr wird sie in den nächsten zehn Tagen zur Verfügung stehen, um sich gemeinsam mit dem DRK in Notfällen um schwangere Frauen auf der Insel zu kümmern.

Wie geplant, läuft der Bereitschaftsdienst der Hebammen seit dem 1. Oktober, die erste Woche hatte Heppers Kollegin Cornelia Bäcker übernommen. Bisher seien aber noch keine Einsätze erforderlich gewesen, berichtet Arne Dekarz, der Rettungsstellenleiter des DRK. Ohnehin habe es dieses Jahr erst zwei Notrufe werdender Mütter gegeben – im Juni, also noch vor dem Start der Rufbereitschaft: „Diese Zahlen sind ganz eindeutig rückläufig, 2014 hatten wir noch zwölf Einsätze“, erläutert Dekarz. „Der Grund dafür könnte sein, dass sowohl Sylter wie auch Feriengäste die Warnungen nach der Schließung der Geburtsstation in der Nordseeklinik ernst nehmen. Insulanerinnen fahren offensichtlich rechtzeitig zur Entbindung auf’s Festland. Tja, und hochschwangere Urlauberinnen kommen wohl gar nicht erst zu uns.“

Bis Ende Oktober ist die Rufbereitschaft durchgehend abgesichert: „Das klappt sehr gut“, sagt DRK-Rettungschef Arne Dekarz, „die beiden Hebammen stimmen sich Monat für Monat untereinander ab und übergeben uns dann ihren Dienstplan.“

„Ganz lückenlos wird das nur zu zweit das ganze Jahr über allerdings nicht gehen. Und es ist auch nicht genau das, was wir Sylter Hebammen ursprünglich gewollt haben“, erklärt Heidrun Hepper, „aber es ist ein erster wichtiger Schritt.“ Allen schwangeren Frauen, die „überrascht“ werden oder aus anderen Gründen Hilfe brauchen, rät Hepper dringend, immer die 112 und damit die Rufbereitschaft anzurufen und nicht etwa einfach nur zur Nordseeklinik zu fahren.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen