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Sylter Jahresrückblick : Rotlicht, Blaulicht und Bauprojekte

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Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Der zweite Teil des Sylter Jahresrückblicks bietet reichlich Tatü-Tata und einige Bagger: Wo waren 2013 Rettungskräfte im Einsatz und was wird auf der Insel neu gebaut?

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erstellt am 31.Dez.2013 | 06:00 Uhr

Die neue Feuerwache wird gebaut

Im Januar 2013 wird am Flughafengelände los gebaggert, bis Ende April 2014 soll sie fertig sein, die neue Feuerwache der Westerländer Wehr. Die uneingeschränkte Freude über die Wache schwand zumindest bei einigen Gemeindevertretern, als sie im Laufe des Jahres immer teurer wurde: Statt den geplanten 7,5 Millionen wird das 4500 Quadratmeter große Gebäude letztendlich mindestens 8,5 Millionen Euro kosten. Im Herbst wurden die Bauarbeiten zudem von Unbekannten sabotiert.

Windräder vor Sylts Weststrand


Die Finanzierung für den Windpark Butendiek vor der Sylter Küste steht, gab die Investorengruppe im Februar bekannt. Bis 2015 sollen 32 Kilometer vor der Sylter Westküste 80 Windkraftanlagen errichtet werden. Baubeginn ist Frühjahr 2014. Auch zehn Jahre nachdem das ehemals als Bürgerwindpark angelegte Projekt genehmigt wurde, ruft das Voranschreiten der Planungen auf der Insel keine Begeisterungsstürme hervor.

In Wenningstedt geht es rund

Zehn Jahre Vorlauf, drei Bürgermeister und etliche Verhandlungsrunden zwischen Gemeinde und Land hat es gebraucht, bis im Februar 2013 tatsächlich mit dem Bau eines Kreisverkehrs an der Kreuzung der Landesstraße 24 in Wenningstedt begonnen wurde. Bis er im Juni fertig wurde, sorgte die Baustelle für Verkehrschaos auf der L24. Seitdem geht’s in Wenningstedt rund – allerdings wird bemängelt, dass der Kreisverkehr gerade für Radfahrer und Fußgänger schwer zu überqueren ist.

Großeinsatz im Königshafen

Drei Meeresforscher der Uni Hamburg sorgen Anfang März für einen Großeinsatz in List. Die beiden Studenten und ihre Dozentin waren bei Dunkelheit in den Königshafen gewandert, um Proben zu nehmen, und brachen in einen zugefrorenen Priel ein. Rettungskreuzer, Feuerwehr und Wasserrettung rückten aus, die Forscher schafften es letztendlich selbstständig an Land.

Dauerwohnraum- Pläne

Anfang 2013 beschließt die Gemeindevertretung in der Gemeinde Sylt das SPD-Programm „500 Plus“, nach dem bis 2018 mindestens 500 neue Dauerwohnungen in der Gemeinde gebaut werden sollen. 2014 wird das Kommunale Liegenschafts-Management rund 14 Millionen für den Bau neuer Wohnungen investieren. Im Frühjahr soll mit dem Bau am Bastianplatz gestartet werden, auf dem KLM etwa 50 Wohnungen bauen wird. Weitere 40 Wohnungen werden dort von der eigens gegründeten Genossenschaft errichtet. Noch in 2014 soll zudem mit der Bebauung von drei weiteren gemeindeeigenen Grundstücken begonnen werden.

Neubau für Sylter Werkstätten

Für rund vier Millionen Euro wird für die Sylter Werkstätten eine neue Unterkunft direkt neben der neuen Feuerwache der Westerländer Wehr gebaut. Läuft alles glatt, soll das Gebäude im Frühjahr 2014 fertig sein.

Pfingst-Fete: Partyalarm in Kampen

 

„Die Veranstaltung ist eskaliert“, sagte Ordnungsamtschefin Gabriele Gotthardt im Anschluss an die Pfingst-Fete rund um die Kampener Sturmhaube. Ab dem frühen Nachmittag hatten sich dort über 4000 Feierfreudige versammelt, die unter anderem dem Aufruf von Party-Veranstalter Peter Kliem („Rotes Kliff“) gefolgt waren. Gegen 23 Uhr verordnete Gotthardt den Party-Stopp: Es habe Schlägereien, hilflose Personen gegeben – und außerdem sei die Veranstaltung so nicht angemeldet gewesen.

Der Fall Miki Nozawa

Im Mai 2012 stirbt der japanische Koch Miki Nozawa, nachdem er vor einer Westerländer Table-Dance-Bar von zwei Syltern zusammen geschlagen wurde. Deutschlandweit berichten Medien über den Fall – wurde der 57-Jährige erschlagen, weil den beiden Männern sein Essen nicht schmeckte? Gegen die beiden tatverdächtigen Sylter laufen die Ermittlungen laut Flensburger Staatsanwaltschaft noch.

Übung auf dem Hindenburgdamm

Es war die größte Rettungsübung, die in Schleswig-Holstein jemals über die Bühne ging: In der Nacht zum 1. September spielten über 600 Einsatzkräfte von Sylt und vom Festland nach, was passiert, wenn mitten in der Nacht ein Zug auf dem Hindenburgdamm verunglückt und 80 Verletzte zu bergen sind. Damit sollte das aufwendig entwickelte Rettungskonzept Hindenburgdamm auf den Prüfstand gestellt werden.

Muasem Hüs wird umgebaut

Ende September wurde im Muasem Hüs eine Abrissparty gefeiert. Bis Mai 2014 regieren dort die Handwerker, das Gebäude wird für 3,4 Millionen Euro saniert und umgebaut. Unter anderem soll Morsum so wieder einen kleinen Supermarkt im Ort bekommen.

Haus des Gastes Wennningstedt

Für geplant 6,4 Millionen wird in Wenningstedt das Haus des Gastes gebaut. Das 3000 Quadratmeter große, zweigeschössige Gebäude soll mit einem Veranstaltungssaal und verschiedenen Geschäften zum Mittelpunkt des Ortes werden. Das Gebäude soll Ende 2014 eingeweiht werden, wenn alles nach Plan läuft.

Sylt bekommt ein Luxus-Bordell

Im Oktober bestätigt Großbordell-Besitzer Jürgen Rudloff, dass er Ende 2014 ein Edelbordell in der Strandstraße eröffnen will. Das Gebäude, in dessen Keller das Etablissement beheimatet sein soll, gehört zu einem Immobilienunternehmen des Ex-Musicalkönigs Rolf Deyhle.

Sylter und Gäste evakuiert

Verhältnismäßig viele Sylter und Gäste wurden im Jahr 2013 von einer der Inselwehren evakuiert: Im Januar mussten mehrere Senioren ihr Haus in der Alten Bahnhofstraße in List nach einem Feuer verlassen. Im März wurde ein Wohnhaus in Westerlands Käpt’n-Christiansen-Straße evakuiert, nachdem die Gasheizung Feuer gefangen hatte. Im Mai sorgte ein Küchenbrand in der Kampstraße dafür, dass die Bewohner ihr Haus kurzfristig verlassen mussten. Und im August wurde ein Appartementhaus in der Wilhelmstraße wegen eines Küchenbrands und ein Haus in der Brandenburger Straße evakuiert.

Christian und Xaver treffen auf Sylt

Gegen Mittag des 28. Oktober rappelte es auf Sylt im Karton: Mit Windböen von bis zu 184 km/h trifft Orkantief Christian auf die Insel. Häuser werden abgedeckt, rund 25 Menschen verletzt, Patienten der Inselklinik müssen die Nacht in der Halle 28 am Flughafen untergebracht werden, weil im Gebäude eine Zwischenwand einzustürzen droht. Am 5. und 6. Dezember braust dann Orkantief Xaver über die Insel, hält die Inselwehren mit 170 Einsätzen in Atem und sorgt für hohe Sandverluste an der Westküste. Besonders in Mitleidenschaft wird die Hörnumer Odde gezogen.


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