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Rot-Grün kann in Kiel auf den SSW verzichten

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erstellt am 27.Mai.2013 | 03:59 Uhr

kiel | In Schleswig-Holsteins Landeshauptstadt können SPD und Grüne weiter die Geschicke der Kommunalpolitik bestimmen - rein rechnerisch könnte es künftig in Kiel sogar ohne den bisherigen Kooperationspartner SSW funktionieren. Dies liegt vor allem an den Zugewinnen der SPD. Sie steigerte sich gestern - allerdings von einem historischen Tiefstand beim letzten Mal - um 4,4 auf ein vorläufiges Ergebnis von 35,7 Prozent. Oberbürgermeisterin Susanne Gaschke (SPD) erklärte das Abschneiden ihrer Partei so: "Wir haben es geschafft, Themen auf die Tagesordnung zu setzen, die den Menschen wichtig sind." Vor allem Themen wie die Diskussion um bezahlbaren Wohnraum in der Universitäts- und Hafenstadt seien in allen Gesellschaftsschichten auf großes Interesse gestoßen. An der rekordniedrigen Wahlbeteiligung versuchte Gaschke, etwas Positives zu sehen: "Das kann auch heißen, dass der Leidensdruck nicht so wahnsinnig hoch ist."

Die CDU holte 1,1 Prozentpunkte mehr als beim letzten Mal und liegt damit bei 29,7 Prozent. Auch die Grünen konnten um einen Prozent zulegen und kamen auf 17,6 Prozent.

Mehr als halbiert wurde hingegen das Ergebnis der Liberalen. Die FDP verlor 4,2 Prozentpunkte und strich nur noch relativ bescheidene 3,9 Prozent ein. Sehr starke Verluste musste auch die Linke in der Landeshauptstadt wegstecken. Sie war klar die Verliererin des Abends. Konnte sie bei der letzten Wahl noch mit 11,1 Prozent ein zweistelliges Ergebnis einfahren, blieben nun nur noch 3,4 Prozent übrig. Der SSW kam mit einem Plus von 1,7 Punkten auf 3,4 Prozent. Beim Bündnis "Wir" reichte es aus dem Stand für 2,2 Prozent, bei der Wahlalternative Kieler Bürger für 1,1 Prozent.

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