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HitchBot kommt auf die Insel : Roboter trampt nach Sylt

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Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Der Roboter Hitch-Bot möchte von München bis Sylt trampen. Gestern startete die Aktion.

„Na klar, diesen kleinen Mann nehme ich gerne als Anhalter mit“, sagt Moritz Luft schmunzelnd. „Das ist ja eine ganz tolle Aktion und auch eine gute Werbung für die Insel“. Der Geschäftsführer von Sylt Marketing würde an der Ausfahrt der Autoverladung warten oder sogar hinüber nach Niebüll fahren, um dort den trampenden Roboter „Hitch-Bot“ in Empfang zu nehmen und ihn anschließend über die ganze Insel zu chauffieren.

Seit gestern ist HitchBot (hitch = englisch für Trampen; Bot = vom englischen robot für Roboter) in Deutschland unterwegs. Vom Startpunkt München aus soll er zum Beispiel durch den Trubel des Kölner Karnevals über das Ruhrgebiet bis in die Hauptstadt Berlin trampen. Dann geht es weiter Richtung Norden, über Hamburg bis nach Sylt – siehe Karte rechts.

Falls technisch alles klappt und vor allem, falls genügend Autofahrer bereit sind, den ungewöhnlichen Anhalter bei seiner Tour durch die „deutsche Galaxis“ mitzunehmen. Die Idee des Projekts klingt einfach: Wer HitchBot an der Straße findet, braucht ihn nur hochzuheben und ins Auto zu packen. Dafür lässt sich das hintere Stützbein des Tramp-Roboters hochklappen, sein Hintern besteht aus einem Kindersitz. Auf der Rückseite findet sich eine Anleitung. Betrieben wird der Roboter mit Solarzellen, er kann aber auch per Netzkabel an eine Steckdose oder den Zigarettenanzünder im Auto angeschlossen werden.

Bekannt geworden ist HitchBot, als er vergangenen Sommer im Dienst der Wissenschaft mehr als 6  000 Kilometer durch Kanada trampte. Seine Reise von Halifax nach Victoria wurde zu einem Hit auf Twitter und machte ihn zu einer Internet-Berühmtheit. Viele nahmen den kleinen Tramper ein Stück mit und veröffentlichten Fotos mit sich und dem Roboter in den sozialen Netzwerken.Damit Moritz Luft und alle anderen, die auf HitchBot warten, ihn auch erkennen, hier seine „Personenbeschreibung“: Er hat blaue Arme und Beine aus so genannten Poolnudeln, den Schwimmhilfen in Schlauchform. Dazu trägt er gelbe Spülhandschuhe. Seine Mitte besteht aus einem weißen Plastikeimer, eine umgedrehte Salatschüssel und eine Kuchenhaube bilden den Kopf. Aus der Salatschüssel wird man von einem LED-Gesicht angezwinkert.

 

 

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erstellt am 14.Feb.2015 | 05:59 Uhr

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