Open-Air auf Sylt : Revolverheld rockten die Insel

Die Veranstalter schafften es, dass sich die Großveranstaltung für die Besucher ausgesprochen entspannt anfühlte.

Die Veranstalter schafften es, dass sich die Großveranstaltung für die Besucher ausgesprochen entspannt anfühlte.

Der Höhepunkt eines Ausnahme-Sommers: Rund 6000 Menschen erlebten „Revolverheld“ Open Air auf dem Flughafengelände.

shz.de von
05. August 2018, 17:21 Uhr

Da kam echtes Festival-Feeling auf: Rund 6000 Menschen sind am Sonnabend auf das Flughafengelände gepilgert, um das Konzertevent „Revolverheld Open Air“ zu erleben – das sind mehr Menschen, als in den Amtsgemeinden Hörnum, Wenningstedt, Kampen und List zusammengezählt leben.

Ein Konzert von diesen Ausmaßen hat es auf der Insel viele Jahre nicht gegeben und – Ehre wem Ehre gebührt – die Veranstalter haben die Mammutaufgabe mit Bravour bewältigt. Peter Kötting von PK Events und der Insel Sylt Tourismus Service (ISTS) haben es geschafft, dass sich die Großveranstaltung für die Besucher ausgesprochen entspannt angefühlt hat und auch die logistisch sicherlich anspruchsvolle An- und Abreise flüssig über die Bühne ging.+

Überdimensionale Luftschlangen zauberten dem Publikum ein Lächeln ins Gesicht.
Sylt Connected
Überdimensionale Luftschlangen zauberten dem Publikum ein Lächeln ins Gesicht.

Schon die Vorband „Tonbandgerät“ konnte das Publikum begeistern und brachte selbst auch ihre eigenen Fans mit. Mit „Revolverheld“ als Hauptact haben sich die Veranstalter eine Band auf die Insel geholt, die seit gut 13 Jahren aus den deutschen Charts nicht mehr wegzudenken ist und eindrucksvoll beweisen konnte, dass sie sich diesen Erfolg redlich verdient hat: Die vier Hamburger schafften es mit ihrer hochsympathischen Bühnenpräsenz, die intime Atmosphäre eines kleinen Clubkonzertes auf den vollen Flughafenplatz zu übertragen. Ungewöhnlich auch, dass nicht nur Frontsänger Johannes Strate immer wieder über sein Leben als Musiker plauderte, sondern auch Gitarrist Kristoffer Hünecke sich an seine Sylt-Urlaube als Kind erinnerte. Einen besonderen Moment zwischen zwei Musikern durften die Zuschauer erleben, als Strate sich Ole Specht, den Frontsänger der Vorband Tonbandgerät, für ein Duett auf die Bühne holte.

Hochsympathische Bühnenpräsenz: Die Musiker von Revolverheld begeisterten ihre Fans.
Hochsympathische Bühnenpräsenz: Die Musiker von Revolverheld begeisterten ihre Fans.

Musikalisch zeigte Revolverheld, dass sie noch deutlich mehr zu bieten haben, als die anrührenden Liebeslieder, für die sie gemeinhin bekannt sind: Der Song „Darf ich bitten“ von ihrem Album „In Farbe“, das sage und schreibe schon acht Jahre alt ist, brachte das gesamte Publikum mit seinem treibenden Beat zum ausgelassenen Tanzen. Anwesende Paare hatten selbstverständlich auch mehr als genug Möglichkeiten, zu sanfteren Klängen romantisch zu werden. Auffallend war auch, dass selbst die Besucher, die sich noch zu Beginn des Konzertes dezent zurückhielten, spätestens nach dem fulminanten Finale mit Seifenblasen, überdimensionierten Luftschlangen und enormen bunten Ballons ein begeistertes Lachen im Gesicht trugen. Eine mitreißende Veranstaltung, die dem diesjährigen Ausnahmesommer einen angemessenen Höhepunkt setzte.



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