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Rettungsdienst hält an erprobter Geburtsnothilfe fest

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Die Versorgung von Schwangeren gehört beim Sylter Rettungsdienst nach wie vor zum Standardrepertoire

Gleichzeitig mit der endgültigen Aufgabe der Geburtshilfe auf Sylt verkündete Staatssekretärin Anette Langner vergangene Woche in einer Pressemitteilung, dass es nun „Absprachen mit dem Rettungsdienst“ gebe, um Schwangere in Notfällen schnellstmöglich ins geeignete Krankenhaus zu bringen.

Im Gespräch mit den Rettungskräften zeigt sich allerdings: Hier gibt es kaum Neuerungen. Karl-Heinz Kroll, Geschäftsführer des DRK Westerland: „Für uns ändert sich zur bisherigen Situation nicht viel – unsere Leute sind auch für Notgeburten geschult.“ Die Rettungswagen des DRK seien mit Abnabelungsbesteck, Beatmungsgerät und einem Kindernotfallkoffer ausgestattet – einen Brutkasten gibt es in den Krankenwagen auf der Insel nicht. „Ein neues Notfallkonzept muss für die Rettungskräfte nicht entwickelt werden“, sagt Arne Dekarz, Rettungswachenleiter, „wir haben ja ein Konzept, was in den letzten Jahren funktioniert hat.“ Wäre bei einer Frau die Geburt schon im vollen Gange, würde man sie bei einer Hausgeburt unterstützen. Ansonsten würde sie auch jetzt in die Nordseeklinik gebracht werden.

Eine Geburt an sich sei kein Notfall, sagt auch Thomas Blanck, der als Notarzt für das DRK tätig ist. Er glaubt, dass durch die Schließung der Geburtenstation der Asklepios Nordseeklinik die Zahl der Hausgeburten auf der Insel steigen werden.

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erstellt am 20.Jan.2014 | 00:31 Uhr

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