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Wenningstedter Promenade : Restaurant in bester Lage: Sylts „Kliffkieker“ kommt zurück

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Die Eigentümerin sucht bereits einen Pächter für den gastronomischen Betrieb mit großer Meerblick-Terrasse.

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erstellt am 21.Sep.2017 | 15:21 Uhr

Wenningstedt | Ein Restaurant in allerbester Lage, doch in dieser Saison blieb es für die Gäste verschlossen. Viele Spaziergänger auf der Wenningstedter Promenade wundern sich über das leerstehende Gebäude – kein Aushängeschild in direkter Nachbarschaft zu den Neubauten von „Gosch am Kliff“ und dem „Haus am Kliff“.  Dabei wurde noch am 4. März auf der Facebook-Seite der „Kliffkante“ nach Servicekräften und Köchen gesucht. Doch nun kommt Bewegung  in die Sache – es gibt Neubaupläne für die „Kliffkante“ alias „Kliffkieker“.

Ein Wenningstedter Immobilienmakler sucht einen Pächter für den „gastronomischen Betrieb mit großer Meerblick-Terrasse.“ Die Immobilie, so steht es im Exposé, sei in die Jahre gekommen und bedürfe einer kompletten Renovierung oder einer Neuentwicklung, um wieder ein gastronomisches Highlight zu platzieren, das konzeptionell und vom Erscheinungsbild zu dieser prominenten Location passt.

Die Pläne zeigen einen eingeschossigen Neubau mit einer Terrasse zur Westseite und einem Dachgarten auf einem insgesamt  1225 Quadratmeter großen Grundstück. Vor der Terrasse verläuft ein Holzbohlenweg, so dass Spaziergänger hier wieder einen freien Durchgang und einen Dünenwanderweg hätten.  Pläne, die allerdings noch ausführlich von der Gemeinde und dem Kreis geprüft werden dürften – schließlich steht das Gebäude buchstäblich am Abgrund. Nach Paragraph 78 des Landeswassergesetzes gilt an Steilufern und 50 Meter landwärts eigentlich ein Nutzungsverbot. Vor zehn Jahren, so berichtete die Sylter Rundschau damals, seien Bauanträge des „Kliffkiekers“ abgelehnt worden. Allerdings sind mit dem „Haus am Kliff“ und „Gosch am Kliff“ in jüngster Vergangenheit in der Nachbarschaft Bauvorhaben verwirklicht worden.

Das leerstehende Gasthaus „Kliffkante“ – kein Aushängeschild für die neue Wenningstedter Kurpromenade.

Das leerstehende Gasthaus „Kliffkante“ – kein Aushängeschild für die neue Wenningstedter Kurpromenade.

Foto: Pierre Boom

Für die Zukunft des „Kliffkiekers“ seien mehrere Alternativen denkbar, erläutert Rechtsanwalt  Daniel Wochner aus Horb am Neckar (Baden-Württemberg), dessen Kanzlei die Eigentümerin Esther Meyer vertritt. Für einen Neubau gäbe es bereits Interessenten, genauso sei aber auch die Renovierung oder Sanierung des Gebäudes ohne bauliche Änderungen denkbar, wenn das Baurecht nichts anderes zulässt. „Diese Fragen werden derzeit sowohl mit der Gemeinde als auch mit den Trägern öffentlicher Belange erörtert.“

Die bisher geführten Gespräche seien alle sehr konstruktiv verlaufen, erklärte Wochner. Die entwickelten Ideen würden nun in Skizzen und Pläne übersetzt, die der Öffentlichkeit in der kommenden Woche vorgestellt werden sollen. Eine abschließende Entscheidung sei noch nicht gefallen. Allerdings merkt Wochner auch an, dass der bestehende Bebauungsplan „in jedweder Richtung derzeit zu enge Grenzen“ setzt. Nun gelte es, die verschiedenen Interessen sowohl der Gemeinde als auch der Eigentümerin in Einklang zu bringen.

Eigentümerin Esther Meyer hat das Gasthaus am Ende der Strandstraße bis vor vier Jahren unter dem Namen „Kliffkieker“ geführt. Dann trug es für drei Jahre den Namen „Kliffkante“ und wurde vom benachbarten Restaurant „Meeresblick“ gepachtet und mitbewirtschaftet. Im Herbst 2014 diskutierte die Gemeindevertretung Wenningstedt-Braderup Pläne, die auf den beiden Grundstücken von „Kliffkieker“ und „Meeresblick“ einen Hotelneubau vorsahen –  mit 40 Zimmern, einer Gastronomie mit Außenbereich und einer Tiefgarage mit 27 Stellplätzen.  Rechtsanwalt Wochner bestätigt, dass eine Übernahme des „Kliffkiekers“ durch die Pächterin geplant gewesen sei; es habe jedoch keine Einigung erzielt werden können. Nachbarin Sabine Koppelt stellte daraufhin Ende März 2015 Baupläne vor, die nur noch das Grundstück des „Meeresblicks“ betrafen. Der  Hotelneubau mit 15 Zimmern wurde bislang aber nicht verwirklicht.

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