Parkplatz am Bahnhof Westerland : Regenwasserbecken später fertig als geplant

Fast 4000 schwarze Plastikbehälter wurden unter dem Parkplatz am Bahnhof Westerland in der Erde versenkt. Darin soll sich künftig bei Starkregen das Wasser sammeln.
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Fast 4000 schwarze Plastikbehälter wurden unter dem Parkplatz am Bahnhof Westerland in der Erde versenkt. Darin soll sich künftig bei Starkregen das Wasser sammeln.

Wegen des Gästeandrangs zum Jahreswechsel werden die Bauarbeiten erst Mitte Januar fortgesetzt

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16. Dezember 2016, 11:55 Uhr

Seit Juni 2016 errichtet die Gemeinde Sylt ein unterirdisches Regenrückhaltebecken im Bereich des ehemaligen Schwennsen-Parkplatzes am Bahnhof in Westerland. Nach dem Einbau von etwa 3800 Speicherblöcken mit einem Speichervolumen von insgesamt 1540 Kubikmetern wurde mit der Oberflächenwiederherstellung des Parkplatzes begonnen, welche mittlerweile weitgehend abgeschlossen ist. Die künftige Gestaltung des Parkplatzes entspricht überwiegend dem Bestand, wobei das Gelände um insgesamt 80 Zentimeter angehoben wurde. Aus diesem Grund ist es künftig auch möglich, den Parkplatz von dem angrenzenden Bahngelände barrierefrei zu erreichen.

Zur Reduzierung der Baukosten wurden vorhandene Baustoffe soweit wie möglich wiederverwendet. Dies betrifft neben frostsicherem Aushubmaterial zum Beispiel auch das Betonsteinpflaster im Bereich der Fahrbahnen. Zur Förderung des Radverkehrs wurde die Anzahl der Fahrradabstellplätze auf 200 Stellplätze erweitert und hierdurch etwa verdoppelt. Um den Anteil der versiegelten Fläche möglichst gering zu halten, wurden sämtliche Stellflächen in wassergebundener Bauweise und somit wasserdurchlässig befestigt.

Zur Anbindung des Regenrückhaltebeckens an den Regenwasserkanal im Kirchenweg ist noch der Einbau eines Anschlussbauwerkes erforderlich. Aufgrund der Verzögerung von Lieferterminen hätte mit diesen Arbeiten erst Anfang Dezember begonnen werden können. Um zu vermeiden, dass dadurch während der Weihnachtsferien der südliche Fahrstreifen des Kirchenweges gesperrt ist, wurden diese Arbeiten um einige Wochen verschoben und das Baufeld für den Verkehr vorübergehend wieder freigegeben. In Abhängigkeit von der Witterung soll mit den Aufbrucharbeiten im Kirchenweg Mitte Januar 2017 begonnen werden. Die Verkehrsführung im Bereich Trift/L24 erfolgt dann wie bereits im November 2016, weil die durch die Tiefbauarbeiten der EVS verursachte Verkehrsregelung in dem Bereich zwischen der St.-Nicolai-Straße und den Einmündungen Bahnweg und Kjeirstraße noch bis März 2017 aufrechterhalten bleibt. Sofern keine witterungsbedingten Unterbrechungen der Bautätigkeit auftreten, kann die Baumaßnahme voraussichtlich im März kommenden Jahres abgeschlossen werden.


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