zur Navigation springen
Sylter Rundschau

23. Oktober 2017 | 08:54 Uhr

Regatta-Segeln mit den Profis

vom

Bei der Tourist Open durften acht Gäste bei den Teilnehmern der Sylt Sailing Week mitsegeln

shz.de von
erstellt am 16.Aug.2013 | 03:09 Uhr

Westerland | Katharina Spilsad Wilken weiß schon ganz genau, mit welchem Segel-Profi sie auf dem Katamaran mitfahren will. "Bei Detlef Mohr haben wir damals unser Boot gekauft, es wäre schon super, ihn auf dem Wasser zu erleben", erzählt die 18-Jährige. Sie gehört zu den acht Gewinnern eines Preisausschreibens und hat damit die Gelegenheit, mit den internationalen Seglern des World Cups eine Regatta zu fahren. Seit drei Jahren gibt es diese Tourist Open im Rahmen der Sylt Sailing Week. "Wir hatten immer viele Zuschauer, die einmal mitsegeln wollten. Deshalb haben wir diese Aktion ins Leben gerufen", erklärt Jens Hannemann, Sprecher des Events. Inwieweit die Gäste selber mitsegeln dürfen, entscheide dabei der Steuermann. "Sicherlich dürfen sie aber mal das Vorsegel bedienen und sich mit dem Trapez heraushängen. Das macht unglaublich Spaß", so Hannemann. Es sei schon ein ganz anderes Erlebnis, mit einem Profi auf der Nordsee zu segeln, als im Urlaub auf dem Mittelmeer. "Die Brandung und die Strömung sind sehr anspruchsvoll, und Leute wie der frisch gekürte Weltmeister Andy Dinsdale aus Amerika segeln bei solchen Bedingungen wie die Besessenen." Auch Profiurlauber Tom ("Tom auf Sylt") ist bei der Tourist Open bei strahlendem Sonnenschein und rauer Brandung mit an Bord. "Ich habe Respekt vor dem Tempo und dem offenen Boot. Aber es wird eine Menge Spaß machen", sagt er. Nach der Siegerehrung am Nachmittag konnte Eva Pless vom Team Gosch den Siegerpokal mit nach Hause nehmen.

Alles in allem zog Hannemann ein positives Resümee über den bisherigen Verlauf der Sailing Week. Dass das Segel-Event auf weltweit große Resonanz stößt, zeige sich besonders daran, dass Teilnehmer aus aller Welt den Weg nach Sylt auf sich genommen hätten, um bei den anspruchsvollen Bedingungen vor der Sylter Küsten fahren zu können. Acht verschiedene Länder waren vertreten, darunter auch Segler aus Australien und Neuseeland.

Aus Sicherheitsgründen musste die Sansibar Race VIP Regatta am Mittwoch abgesagt werden. "Zum Segeln war der Wind zu stark und die Wellen zu hoch", sagte Hannemann. Schon Tage zuvor waren die Katamaran-Segler regelrecht von den hohen Wellenwänden verschluckt worden - für die Zuschauer ein außergewöhnlicher Anblick. Die Sicherheit habe dabei für die Veranstalter aber höchste Priorität gehabt. Schließlich brachte der Sylter Wind am Wochenende bereits eine Bühne zu Fall. Für Hannemann war das "ein großer Schock, aber glücklicherweise ist keinem etwas passiert und wir hatten die Situation schnell wieder unter Kontrolle."

Den Abschluss der Woche bildet von Freitag bis Sonntag, 18. August, das Finale der Super Sail Tour, bei der 16 Teams gegeneinander antreten werden.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen