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Sylter Rundschau

12. Dezember 2017 | 02:33 Uhr

Standpunkt : Ratlos in der Realität

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Kommentar zur Vorstellung der Bürgermeisterkandidaten

shz.de von
erstellt am 24.Nov.2014 | 06:00 Uhr

Es war überwältigend! Nein, nicht was die einzelnen Kandidaten zu sagen hatten, sondern wie stark das Interesse an ihnen ist. Der weit über den letzten Platz besetzte größte Saal im CCS und die Geduld, sich eine mehrstündiges Vorstellungsrunde anzuhören, spricht für die Bürger der Gemeinde Sylt, für ihren Willen, sich über Programme und Personen der zur Wahl stehenden Kandidaten zu informieren. So weit so gut, so lobenswert. Doch was wird, was soll sich mit ihnen im Rathaus ändern?

Die launige dreistündige Kandidatenpräsentation, die unterhaltsamen Ideen, mit denen der Moderator Programme und Persönlichkeiten zu erforschen versuchte, zeigte vor allem eines: den großen Wechsel in der Rathauspolitik wird es mit keinem geben. Die Analyse der insularen Probleme, ihre Gewichtung und größtenteils auch die Lösungswege unterscheiden sich nur in Nucanen.

Und doch unterscheiden sich die Kandidaten. Es ist vor allem der Stil, die Art und Weise des Auftretens, die einiges über die Fähigkeit zur Führung der Verwaltung und zur Auseinandersetzung mit der Politik offenbart. Dabei sollte nicht kraftvoller oder schwungvoller Auftritt mit kraftvollem oder schwungvollem Handeln verwechselt werden, philosophische Betrachtungen nicht mit klugen Aktionen, Bedächtigkeit nicht mit Schwäche.
Vieles ist unter Petra Reiber auf den (richtigen) Weg gebracht worden. Von den großen Fußspuren, die sie hinterlässt, war auch an dem Abend im CCS zu hören. Ihr Stil und ihre Persönlichkeit machen deutlich, was eine Bürgermeisterin, was ein Bürgermeister auf Sylt mitbringen sollte: Einen ausgeprägten Realitätssinn sowie eine gehörgige Portion Erfahrung und Klugheit, um nicht nur Visionen zu haben, sondern umsetzbare Ziele zu erreichen.
Auch wenn die Kandidatenrunde bei manchem Bürger eher die Ratlosigkeit als die Erkenntnis wachsen ließ, hat Sylt mit den sechs eine Wahl, die sich lohnt.

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