Straßenausbau auf Sylt : Rantum bekommt endlich seinen Linksabbieger

Einspurig mit einer Bedarfsampel geht es in der kommenden Zeit durch Rantum.
Einspurig mit einer Bedarfsampel geht es in der kommenden Zeit durch Rantum.

Die Baumaßnahme auf der L24 dauert voraussichtlich bis Mitte Juni. Autofahrer müssen mit Einschränkungen rechnen.

<p>Julia Lund</p> von
06. April 2018, 06:00 Uhr

Das Thema beschäftigt die Insel − aber vor allem den Ortsteil Rantum – schon lange: Bereits vor über zehn Jahren berichtete die Sylter Rundschau über Pläne, eine Linksabbiegerspur auf der L24 Richtung Süden in die Hafenstraße zu bauen. Diese Pläne wurden zwischenzeitlich verworfen, dann sollte kurzzeitig ein Kreisel gebaut werden und schließlich einigte man sich wieder auf den Linksabbieger. Der Bau verzögerte sich jedoch, immer wieder wurde die Maßnahme angesichts der Haushaltslage zurückgestellt.

Bis jetzt: Am vergangenen Mittwoch war endlich Baubeginn in Rantum. Zur Freude des Ortsbeiratsvorsitzenden Frank Zahel (CDU), der sich erinnert: „Schon im Anhang des Fusionsvertrages stand, dass wir einen Kreisverkehr bekommen sollen – der wäre mit 550 000 Euro aber sehr teuer geworden, deshalb haben wir uns für die preiswertere Linksabbiegerspur mit Fußgängerbedarfsampel entschieden“. Die Ampel wurde vor einigen Jahren zwar errichtet, der Linksabbieger jedoch musste warten. Es habe nach Angaben von Zahel die Mitglieder des Rantumer Ortsbeirats parteiübergreifend immer sehr geärgert, dass „man dieser Verpflichtung des Fusionsvertrages nicht gefolgt ist und sich das immer weiter verzögert hat“. Der neue Linksabbieger soll eine Verkehrsentlastung bringen und eine Verbesserung der Sicherheit für die Menschen. „Für Anlieger und Besucher des Hafens ist der Linksabbieger ein absoluter Gewinn, aber auch für die Autofahrer, die nach Hörnum wollen und an dem Knotenpunkt immer auf die vorfahrenden abbiegenden Autos warten mussten“, so Zahel.

Mit weniger Stau Richtung Süden rechnet auch Dirk Rußkamp vom Tiefbauamt der Inselverwaltung. Dafür müssen Autofahrer auf der L24 aber noch bis voraussichtlich Mitte Juni mit Einschränkungen rechnen. „Die halbseitige Sperrung werden wir eine längere Zeit haben, weil die Baufirma eine neue Fahrbahn aufbauen muss, Erdarbeiten durchführen und Rohrleitungen verlegen muss“, erläutert Rußkamp. Zudem gebe es Erschwernisse wegen des Baugrundes.

Für die Linksabbiegerspur müsse die vorhandene Straße verbreitert werden. „Die ganze Straße verschiebt sich einfach ein wenig Richtung Westen“, so Dirk Rußkamp. Die Auftragssumme für das Projekt liegt bei 297 000 Euro, gegenüber dem Ausschreibungsergebnis vom Oktober 2016 ergibt sich eine Kostenminderung um 20 000 Euro.

Auch wenn die Baustelle auf einer Landesstraße ist, muss die Gemeinde Sylt das Geld für die Maßnahme aufbringen. „Es handelt sich um die Anbindung einer gemeindlichen Straße – und diese Baulast müssen wir übernehmen“, sagt Rußkamp. Warum der Linksabbieger während der langwierigen Sanierung der L24 durch den Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV-SH) im vergangenen Jahr nicht gebaut wurde, kann Rußkamp erklären: „Die Genehmigung des Landesbetriebs lag zum Zeitpunkt der Sanierung leider noch nicht vor – obwohl wir die rechtzeitig beantragt hatten.“

Für die Zeit der Baumaßnahmen sei die Zufahrt zur Hafenstraße gesperrt. In das Rantumer Gewebegebiet und zum Hafen würden Autofahrer über eine ausgeschilderte Umleitung gelangen. „Ein kurzes Stück hinter der Hafenstraße Richtung Süden kann man für die Dauer der Maßnahme links abbiegen“. sagt Rußkamp. Diese Straße „Am Torbogen“ sei normalerweise gesperrt, in den kommenden Wochen aber wieder geöffnet.

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