zur Navigation springen

Besuch auf Sylt : Ralf Stegner mag den Wind von vorn

vom

Der SPD-Landesvorsitzende erzählt von seinen Lieblingsorten auf der Insel

shz.de von
erstellt am 18.Mai.2013 | 08:21 Uhr

Westerland | Ralf Stegner liegt Sylt am Herzen. Daraus macht der Landesvorsitzende der schleswig-holsteinischen SPD keinen Hehl. Obwohl er, wie er gelöst anmerkt, auch schon "in schwieriger Mission" auf die Insel kam, bedeutet Sylt für den 53-Jährigen heute in erster Linie "Entspannung". Es gab Zeiten, da war das anders: "Als ich als junger Pressesprecher von Günther Jansen mit prall gefüllten Aktentaschen nach Sylt kam, da bedeutete das immer viel Arbeit", erinnert sich der Politiker.

Wenn der Privatmann Stegner - was seit Jahren regelmäßig vorkommt - ohne Aktentasche auf die Insel reist, bevorzugt er eher die ruhige Seite Sylts. Dann wandert der Familienvater gerne an der Hörnumer Odde "um den Kopf frei zu bekommen", wie er sagt.

Für Stegner, der in der Landespolitik für seine direkte Art bekannt ist, muss dabei im Sylt-Urlaub nicht immer die Sonne scheinen. "Es tut einem gut, wenn man mal so richtig durchgeblasen wird." Auch in der Politik kommt der Wind schließlich nicht selten von vorn.

Sylt ist bei Politikern beliebt. Man erinnere sich an die Polo-Besuche von Christian von Boetticher oder an den ehemaligen regierenden Bürgermeister von Hamburg, Ole von Beust, der der Insel seit Jahren die Treue hält. Kann man es aber als Sozialdemokrat rechtfertigen, sich auf Sylt eine luxuriöse Immobilie zuzulegen? "Sozialdemokraten müssen ja nicht immer durch den dunklen Dienstboteneingang gehen", scherzt Stegner. "Mittlerweile sind wir gleichberechtigte Menschen." Und natürlich - in der SPD gebe es sicher nicht sehr viele Mitglieder, die sich ein Häuschen auf der Insel leisten könnten.

Bei diesem Thema siegt der Politiker wieder über den Privatmann: "Auch als Gast sehe ich natürlich mit Bedauern, dass hier Wohnraum fehlt. Ich würde mir wünschen, dass die Insel Heimat bleibt und nicht zu exterritorialem Gebiet wird." Trotz dieses "sehr ernsthaften Problems" ist Ralf Stegner optimistisch, dass mit Hilfe des Landes "Bewegung in die Sache" kommen wird.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen