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Sylter Rundschau

23. August 2017 | 07:00 Uhr

Erste Hilfe : Prüfen, rufen, drücken

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Fachärzte der Asklepios Nordseeklinik zeigten Syltern wie Erste Hilfe funktioniert.

Am Montag gab es eine unkomplizierte Möglichkeit „Reanimation bei beobachtetem Herzstillstand“ zu üben, aufgrund der Witterung nicht wie angekündigt bei der „Dicken Wilhelmine“, sondern im neu gestalteten Kaufhaus H.B. Jensen. Geschäftsführer Oliver Boettiger gewährte gern Unterschlupf, übte auch gleich selbst an Puppen und Defibrillator und bat seine Mitarbeiter, es ihm gleich zu tun. Dr. Jan Castan, Chefarzt Anästhesie und Ärztlicher Direktor, und der Sektionsleiter Kardiologie, Dr. Jan Stritzke, waren mit ihrem Team pausenlos im Einsatz. Es fanden sich so viele Interessierte, dass die Ärzte am Ende des Tages über die Stabilität der beiden Übungspuppen witzelten. Mit vor Ort war Frank Zahel, er stellte zu Übungszwecken zwei Vorführ-Defibrillatoren zur Verfügung, welche ebenfalls rege genutzt wurden. „Ich bin froh, dass ich so ein Gerät einmal ausprobieren konnte“, erklärte eine Morsumerin. „Die Anwendung habe ich mir wesentlich komplizierter vorgestellt.“ Dies unterstrich auch Eberhard Eberle, Vorsitzender des Sozial- und Gesundheitsausschusses, der ebenfalls unter den Besuchern war und Dr. Jan Stritzke betonte: „Jeder Defibrillator erkennt von allein, ob Kammerflimmern vorliegt, man kann nichts verkehrt machen!“

Wer im Notfall Hemmungen hat, einen Fremden zu beatmen, braucht sich auch nicht zu sorgen: „Der Rettungsdienst wendet Herzdruckmassage und Beatmen im Wechsel an“, so Dr. Jan Castan. „Bei der Laienreanimation ist es jedoch meist effektiver, wenn der Ersthelfer allein die Druckmassage anwendet: Circa fünf Zentimeter tief den Brustkorb eindrücken, 100 mal in der Minute, als Tempovorgabe dient der Refrain vom Lied „Staying alive“. Die meisten „Tester“ an den Puppen waren erstaunt, wie stark man drücken muss und wie anstrengend das schnell wird, meinten aber dennoch: „Das war ja gar nicht so schlimm, ich würde es im Ernstfall jetzt auch so machen.“ Und genau das entsprach dem Wunsch der Mediziner, am Ende des Tages lautete daher das Fazit: „Die Aktion war ein voller Erfolg. Wir wollten möglichst vielen Menschen die Hemmung nehmen, im Notfall tätig zu werden und das ist ganz offensichtlich geglückt.“

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erstellt am 17.Sep.2013 | 18:16 Uhr

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