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Bauprojekte auf Sylt : Projekt Lister Markt: Bauarbeiten mit Verzögerung gestartet

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Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Rund 300 Pfähle für Fundamente sind schon in den Boden gerammt: Über acht Monate später als ursprünglich geplant, sollen die Rohbauarbeiten für Lists „Neue Mitte“ im März starten.

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erstellt am 17.Feb.2016 | 06:01 Uhr

Seit vergangener Woche hat endlich die erste Bauphase auf dem Gelände der ehemaligen Bundeswehr-Fahrbereitschaft neben der Tankstelle am Anfang der Lister Hafenstraße begonnen. Nach dem kompletten Abriss aller alten Gebäuden wurden als erstes mehr als 300 Pfähle für die Fundamente in den Boden gerammt, berichtet die Sprecherin der Entwicklungsgesellschaft Sylt – einer Investorengruppe von drei Sylter Unternehmern, die das ehrgeizige Projekt im Inselnorden auf die Beine gestellt hat.

Die Rohbauarbeiten sollen Mitte bis Ende März 2016 starten und damit über acht Monate später als ursprünglich vorgesehen. Ursache der zeitlichen Verzögerungen seien „formale Gründe“ gewesen, die mit den Genehmigungsbehörden eigentlich auf dem „kleinen Dienstweg“ hätten geregelt werden können, teilte der Lister Bürgermeister Ronald Benck bereits Ende vergangenen Jahres mit. Nun jedoch scheint alles wie geplant zu laufen für die Errichtung des großen Einzelhandels- und Dienstleistungszentrums, das bereits jetzt als Lists „Neue Mitte“ bezeichnet wird.

In dem weitläufigen, aus mehreren Gebäuden bestehenden Komplex soll auf insgesamt 8  000 Quadratmetern Nutzfläche ein modernes Shoppingcenter mit einem großem Verbrauchermarkt, zahlreichen Läden sowie gastronomischen Einrichtungen entstehen. Allein für den Edeka-Markt, der von seinem jetzigen Standort an der Listlandstraße, Ecke Werner-Schöne-Straße zum Lister Markt umziehen wird, sind davon 1  200 Quadratmeter im Erdgeschoss des größeren Gebäudes (siehe Grafik unten) vorgesehen. In die anderen Flächen der Ladenpassage sollen verschiedene Einzelhandelsgeschäfte in Größen von 40 bis 160 Quadratmetern einziehen, teilweise überdacht mit kleineren Außenbereichen.

Darüber hinaus können in dem zweiteiligen Gebäudekomplex gastronomische Betriebe mit Größen von bis zu 150 Quadratmetern entstehen. Wer und was aber wo genau eröffnen wird, ist derzeit unklar: „Die meisten Vermietungen laufen noch“, teilte die Sprecherin der Investorengruppe mit. Außer den zahlreichen Verkaufseinrichtungen sollen im Lister Markt ein Hotel mit 37 Zimmern, Arztpraxen, Büroräume sowie 34 Personalwohnungen gebaut werden. Auf den Freiflächen entstehen mehr als 200 Pkw-Stellplätze für Mieter, Hotelgäste, Ladenbetreiber und Kunden. Die Kosten des Einzelhandels- und Dienstleistungszentrums liegen laut Auskunft der Investoren im „höheren zweistelligen Millionenbetrag“. Mit der Fertigstellung rechnet die Entwicklungsgesellschaft Sylt etwa zur Sommersaison 2017.

Unklar ist weiterhin, ob in diesem anspruchsvollen Zeitrahmen auch die geplanten Neubauten der Gemeinde realisiert werden können. Feuerwache und Bauhof waren ursprünglich auf der Zollfenne hinter dem Lister Markt vorgesehen. Das knapp vier Millionen teure Bauvorhaben wurde jedoch aus Kostengründen von der Kommunalaufsicht gestoppt (wir berichteten). Jetzt soll der Bauhof zusammen mit der Strandkorbhalle auf dem Gelände der ehemaligen Kläranlage gebaut werden, die Feuerwache dagegen auf dem Areal der früheren Marineversorgungsschule (MVS). Zu all diesen Vorhaben liefen derzeit aber noch Gespräche oder Verhandlungen, sagte der erste stellvertretende Lister Bürgermeister Manfred Koch auf Anfrage der Sylter Rundschau. „Wir hoffen sehr, dazu in den kommenden Wochen Konkreteres mitteilen zu können.“

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