Alkoholverbot : "Prohibition" im Nahverkehr

Am Anfang September gilt in Hamburgs S- und U-Bahnen ein absolutes Alkoholverbot. 550 Sicherheitsmitarbeiter sollen das umsetzen.

shz.de von
18. August 2011, 09:47 Uhr

Hamburg | Schluss mit dem Feierabendbierchen in der S-Bahn und mit dem Flachmann auf der Elbfähre: Ab dem 1. September gilt im Hamburger Verkehrsverbund (HVV) ein absolutes Alkoholverbot. "Wir wollen dafür sorgen, dass die Fahrgäste sich künftig in Bussen und Bahnen noch sicherer und wohler fühlen", sagt HVV-Geschäftsführer Lutz Aigner. Bei den Fahrgästen stößt die "Prohibition" im Nahverkehr auf Zustimmung. In einer Befragung des HVV erklärten 86 Prozent der Nutzer, die begrüßten das Verbot.
Das Verbot gilt auch an allen Haltestellen und in allen Bahnhöfen. Dort dürfen Kioske zwar weiterhin alkoholische Getränke verkaufen, deren Konsum ist in den Anlagen und Verkehrsmitteln der HVV-Unternehmen aber untersagt.
Strafgeld von 40 Euro
Mit Plakaten und Flugblättern bereitet der HVV die Fahrgäste auf die Änderung vor. 550 Sicherheitsmitarbeiter von Hochbahn und S-Bahn werden das Verbot überwachen. Hochbahn-Vorstand Ulrich Sieg erwartet keine großen Konflikte. "Wir setzen auf die Einsicht der Fahrgäste".
Wer mit einer offenen Bierdose oder Sektflasche erwischt wird, hat noch einen Monat Galgenfrist. Im September ergehen nur Verwarnungen. Ab 1. Oktober wird dann ein Strafgeld von 40 Euro fällig.
(mlo, shz)

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