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Prävention: Westerländer Wehr hilft bei Notarzt-Ausbildung

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erstellt am 17.Jun.2009 | 12:11 Uhr

Westerland | Die Szenerie auf dem Gelände der ehemaligen Standortverwaltung sieht verheerend aus: Bei einem Verkehrsunfall ist ein Auto auf der Motorhaube eines anderen zum Stehen gekommen, es gibt jede Menge verbeultes Blech und in den betroffenen Pkws sitzen schwer verletzte Personen - zwei Dummies.

Ein Unfall, wie er bei normalen Übungen der Westerländer Feuerwehr wegen des Aufwands normalerweise nicht nachgestellt wird. Am vergangenen Freitag jedoch bildete er den Abschluss des einwöchigen Kurses "Fachkunde Rettungsdienst", in dem etwa 70 Humanmediziner auf Sylt eine Woche lang eine Zusatzausbildung zum Notarzt absolvierten. Der Veranstalter proMedita führt den nach bundeseinheitlichen Maßstäben bemessenen Kurs drei Mal im Jahr auf der Insel durch und bekommt dabei eben die tatkräftige Unterstützung der Westerländer Wehr. "Wir helfen, indem wir den Ärzten eine praktische Unterweisung geben und mit nachgestellten Unfällen das Agieren in Echt-Situationen ermöglichen", sagt Michael Gossow, verantwortlich für technische Hilfeleistungen bei der Westerländer Wehr.

Zu den gut 20 Einsatzkräften der Feuerwehr gesellten sich zusätzlich 25 Referenten, die den angehenden Notärzten die für die Ausbildung benötigte Theorie vermittelten. Im Anschluss an die Übungen bestand die Möglichkeit des direkten Austausches zwischen den angehenden Notärzten und Rettern. Wobei vom praktischen Kursangebot beide Seiten profitieren: Die Feuerwehrleute bleiben in Übung, für die Ärzte ist es der erste Kontakt mit einer komplexen Unfallsituation.

Kursleiter Michael Reindl konnte jedenfalls ein positives Fazit ziehen: "Die Teilnehmer haben eine Gesamt-Durchschnittsnote von 1,8 erreicht - das ist sehr gut."

Innerhalb ihrer Ausbildung zum Notarzt benötigen die Kursteilnehmer zusätzlich unter anderem noch 50 Einsätze als sogenannter 3. Mann im Notarztwagen.

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