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Rantum : Politisches Tauziehen um Strandlokal

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Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Unternehmer und die Gemeinde Sylt ringen um eine Zusage, die bereits vor der Fusion gegeben wurde

Die Anspannung war Frank Zahel und Kai Petersen anzusehen – für beide ging es in der Sitzung des Hauptausschusses der Gemeinde Sylt erneut um viel. Seit knapp vier Jahren gibt es zwischen den Sylter Unternehmern und der Gemeinde Sylt Meinungsverschiedenheiten, die sich noch immer zu einem Rechtsstreit auswachsen können. Der Grund: Bereits vor der Fusion der Inselgemeinden Rantum, Sylt-Ost und Westerland hatten die beiden Sylter im Jahr 2007 nach einer Ausschreibung den Zuschlag für den Betrieb eines Strandbistros im Norden Rantums bekommen. Der Rantumer Ortsbeirat hatte das Vorhaben der Männer damals abgesegnet.

Zahel und Petersen glaubten die Vereinbarung in trockenen Tüchern, begannen mit Planung und gingen finanziell in Vorlage. Doch zu dem erwarteten unternehmerischen Aufbruch kam es bis heute nicht. Auch nach vier Jahren wird das Thema der Rantumer Strandversorgung in den Gremien der Gemeinde diskutiert. Was war geschehen? Nach der Fusion regten sich plötzlich Zweifel an der Entscheidung des Rantumer Ortsbeirats von 2007. Die neue politische Konstellation erzeugte Gegenwind. Widerstand kam von Mitgliedern des Bau- und Planungsausschusses und des Umwelt-, und Küstenschutzausschusses. Naturschützer stellten die Vereinbarkeit des Versorgungskonzeptes mit dem Umweltschutz infrage. Es folgten Ortsbegehungen und weitere Sitzungen von Fachausschüssen, in denen mögliche Varianten einer Rantumer Strandversorgung erörtert wurden.

Frank Zahel und Kai Petersen pochten derweil darauf, dass die Gemeinde Sylt als Rechtsnachfolger der ehemaligen Gemeinde Rantum bei der Fusion auch deren Beschlüsse übernommen habe. Eine Rechtsauffassung, die ihr Anwalt mit einem Gutachten stützt. Auch über möglichen Schadensersatz für die bereits geleisteten Investitionen von Zahel und Petersen wurde dann gesprochen. Nun entschied der Hauptausschuss, mögliche Ansprüche der Unternehmer zu prüfen. „Die Gemeinde wird prüfen lassen ob, und wenn in welcher Höhe, Entschädigung zu zahlen ist“, sagte Ausschussvorsitzender Carsten Kerkamm (CDU). Im November solle dann entschieden werden. „Wir wünschen uns eine einvernehmliche Lösung“, bekräftigte Frank Zahel nach der Sitzung. „Wir brauchen Hilfe und bitten darum, uns nicht im Regen stehen zu lassen.“ Beobachter gehen davon aus, dass sollte der Anspruch im Bereich mehrerer Hunderttausend Euro liegen, den Unternehmern der Betrieb des Strandbistros doch noch erlaubt wird.

 

 

 

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erstellt am 12.Sep.2013 | 00:33 Uhr

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