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Mieterhöhungen : Politik fordert höhere KLM-Mieten

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Um den Verlust des Kommunalen Liegenschafts-Managements zu reduzieren, sprechen sich SPD, CDU und SSW für Mieterhöhungen aus

Das Kommunale Liegenschafts-Management (KLM) hat im vergangenen Jahr knapp eine halbe Million Euro Verlust eingefahren. Um aus den roten Zahlen zu kommen, wird von den Kommunalpolitikern der Gemeinde Sylt  jetzt  laut über Mieterhöhungen für die 847 KLM-Wohnungen nachgedacht. „Ich muss zugeben, ich bin ein bisschen geschockt“ –  mit diesen Worten kommentierte Gemeindevertreter Gerd Nielsen (SPD) den Jahresabschluss des KLM für  2012. Grund für den Unmut des Sozialdemokraten war ein   Defizit von rund 431000 Euro,  das KLM-Chef Marcus Kopplin  in der Sitzung des Wohnungsbauausschusses den Politikern präsentierte.  Das Minus im Jahresabschluss  setzt sich dabei aus  Verlusten im Bereich der geförderten Wohnimmobilien (652) sowie der hoheitlichen  (27) und der Erbpacht-Objekten  (164)  zusammen.   Aus diesen Geschäftsfeldern  laufen  insgesamt  330000 Euro  auf.  Zusätzlich schlagen Instandsetzungsmaßnahmen und Planung von Neubau- und Erweiterungsprojekten für die amtsangehörigen Gemeinden mit 102000 zu Buche. Allein die Sparte der freifinanzierten Wohnimmobilien erwirtschaftete einen Gewinn von 1000 Euro. Die Tatsache, dass die Gemeinde den KLM-Verlust auch in diesem Jahr  auffangen muss,  führte zu einer fraktionsübergreifenden Diskussion über mögliche Wege aus den roten Zahlen. „Wir  müssen uns überlegen, in welchem Bereich wir mehr Geld verdienen können“, so  Gerd Nielsen.  Dass  die Verluste für KLM langfristig gefährlich werden könnten, verdeutlichte daraufhin auch Christdemokrat Wolfgang Jensen: „Die Liquidität von KLM macht mir richtig Sorgen. Die Verluste werden nicht unendlich von der Gemeinde getragen werden.“  Als nahe liegende Lösung  des  Problems schlug Jensen daraufhin vor: „Wir müssen am Mietpreis etwas machen.“ Momentan liegt die Nettokaltmiete für eine geförderte KLM-Wohnung bei durchschnittlich  4,42 Euro, für freifinanzierte Wohnungen bei 6,54 Euro  pro Quadratmeter.    “ Das  Problem: Die Instandhaltungsaufwendungen pro Quadratmeter kosten   das KLM monatlich jeweils das Doppelte der Mieteinnahmen (9,98 Euro, 22,15 Euro).  Auch für den Geschmack von   Peter Erichsen (SSW) ist das zu viel: „Wir haben die Mieten jahrelang nicht erhöht und müssen das jetzt tun.“ KLM-Chef Marcus Kopplin  zeigte sich möglichen Mieterhöhungen gegenüber aufgeschlossen, musste die Ausschussmitglieder in ihrem Vorhaben aber auch bremsen: „So etwas hat erst Sinn, wenn wir ein Mietenkonzept erstellt haben.“ Zu Beginn des kommenden Jahres solle das Konzept vorliegen, mit dessen Ausarbeitung extra ein neuer Mitarbeiter betraut werden wird. Erst mit dieser Übersicht sei man in der Lage, die Mieten angemessen anzupassen. Eine generelle Erhöhung sei nicht ratsam, so Kopplin.

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erstellt am 31.Okt.2013 | 06:00 Uhr

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