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„Sylt Shuttle plus“ : Platz für Fahrräder: Deutsche Bahn will Sylt-Verkehr ausbauen

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Die Deutsche Bahn reagiert auf gestiegene Nachfrage und Konkurrenz im Sylt-Verkehr ab Dezember.

shz.de von
erstellt am 17.Jun.2015 | 15:23 Uhr

Westerland/Hamburg | Noch ist unklar, welches Unternehmen von Dezember an wann mit welchem Zug auf der lukrativen Strecke zwischen Sylt und Niebüll (Kreis Nordfriesland) über den Hindenburgdamm fahren wird. Die Deutsche Bahn will mit einem „Sylt Shuttle plus“ punkten, das einen Ausbau des Fernverkehrs beinhaltet. Wie die Bahn am Mittwoch mitteilte, sollen die zwischen Westerland und Niebüll verkehrenden Autozüge in diesem Zuge von Dezember an mit Wagen für den Personenverkehr und Fahrradbeförderung ergänzt werden. Die angebotenen Kapazitäten im Personenverkehr reichten in Spitzenzeiten oft nicht aus, sagte Alfred Onken, Leiter Inselverkehre Sylt DB Fernverkehr.

Die Wagen am Ende des Zuges sollen bis Niebüll und dann teilweise als Personenzug weiter bis nach Hamburg-Altona fahren, mit Halten unter anderem in Bredstedt, Husum und Itzehoe - und umgekehrt. „Wir werden so weit fahren, wie wir können“, sagte Onken. Ab Oktober sollten Fahrten buchbar sein. Für Zeitkarteninhaber sei eine Sitzplatzgarantie geplant. Insgesamt sind Onken zufolge etwa 140 Sitzplätze im Angebot. Der Preis für den „Sylt Shuttle plus“ soll unterhalb des Preises für ICE-Fahrten liegen.

Über die endgültige Vergabe von Fahrten muss allerdings noch die DB Netz AG entscheiden - dies ist für den August geplant. Seit dem vergangenen Herbst hatte sich ein Bewerbungskampf um den Betrieb des Autozugs nach Sylt entwickelt, der teilweise sogar vor Gericht ausgetragen wurde. Im Frühjahr hatte sich das Unternehmen RDC Deutschland mit Sitz in Köln im Bereich der langfristigen Verträge gegen den langjährigen Sylt-Shuttle-Betreiber Deutsche Bahn durchgesetzt. Doch es sind noch mehr Fahrten zu vergeben, der Kampf um die Trassenvergabe, bei dem Streckenlänge und Entgelte eine Rolle spielen, geht weiter. Wer wann fährt, wird erst im Spätsommer feststehen.

Grundsätzlich hat die Bahn eine Trasse pro halbe Stunde und Richtung für den Sylt Shuttle beantragt. Das Unternehmen nimmt auch schon Bewerbungen entgegen: Für das neue Sylt-Angebot entstünden neue Arbeitsplätze in den Bereichen Instandhaltung und Triebfahrzeugführer. Etwa 40 bis 50 Mitarbeiter würden zusätzlich benötigt, sagte Onken. Sieben bis acht Stellen seien im Werkstattbetrieb zu besetzen.

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