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Piraten fordern Schaukästen zur Bürgerinformation

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erstellt am 15.Aug.2013 | 03:09 Uhr

Westerland | Immer wieder kommt es vor, dass Bürger sich von Bauvorhaben der Gemeinde überrollt fühlen. Sei es, weil diese wie beim Ausbau des Bundiswung hohe Kosten für die Anlieger bedeuten, oder die Betroffenen bemängeln, sie seien im Vorfeld nicht genügend eingebunden worden. Für Abhilfe könnten jetzt mobile Schaukästen sorgen, die den Bürger über Projekte und Planung in seiner Umgebung aufklären. Dies sieht zumindest ein Antrag der Piratenpartei vor, den Inselpirat Christian Thiessen jetzt dem Bauausschuss vorstellte. "Wir wollen den Bürger direkt vor Ort informieren, um auch Diejenigen zu erreichen, die nicht über einen Internetanschluss verfügen." In fünf Vitrinen solle Info-Material über Baumaßnahmen für den Zeitraum der nächsten zwei Wochen ausgelegt werden, so Thiessen. "Wenn wir die Menschen so frühzeitig ansprechen, könnte viel Ärger vermieden werden."

Der Vorschlag traf im Ausschuss auf wenig Gegenliebe: "Wenn der Bürger Interesse hat, dann kann er sich auch einen Termin im Bauamt holen", sagte Holger Flessau (CDU). "Wenn ich aber wüsste, dass es um meine Straße geht, dann würde ich das lesen", hielt Thiessen dagegen. Auch die Kosten von rund 1 000 Euro pro Schaukasten riefen bei den übrigen Fraktionen eher Skepsis hervor. "Ich denke da auch an Probleme durch Vandalismus", legte Holger Flessau nach. Auch Ausschussvorsitzender Bernd Christensen hatte Zweifel: "Das nötige Personal, um die Kästen auszustatten, sähe ich gerne woanders." Anschließend wurde der Piraten-Antrag einstimmig abgelehnt.

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