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Asylbewerber auf Sylt : Pinneberg schickt keine Flüchtlinge nach Hörnum

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Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

In das Hörnumer Fünf-Städte-Heim werden in diesem Winter keine Flüchtlinge aus dem Kreis Pinneberg untergebracht. Das teilte ein Sprecher des Kreises mit. Hörnums Bürgermeister Rolf Speth begrüßt die Entscheidung.

Hörnum | Nun ist es offiziell: In das Hörnumer Fünf-Städte-Heim werden in diesem Winter keine Flüchtlinge aus dem Kreis Pinneberg untergebracht. „Wir werden das Thema jetzt nicht weiter verfolgen“, sagte der Pressesprecher des Kreises Pinneberg, Oliver Carstens, gegenüber unserer Zeitung. Im Kreis Pinneberg laufen derzeit über 2500 Asylverfahren. Bisher, so Carstens, sei man noch in der Lage, die Flüchtlinge dezentral unterzubringen. Derzeit arbeite man daran, ein Gebäude für eine Gemeinschaftsunterkunft in Uetersen zu kaufen.

Anfang dieses Monats hatte der Landrat des Kreises Nordfriesland, Dieter Harrsen, dem Pinneberger Landrat Oliver Stolz schon mitgeteilt, dass die Unterbringung der Pinneberger Flüchtlinge auf Sylt nicht erwünscht sei (wir berichteten). Stolz hatte dies damals nicht unbedingt gelassen aufgenommen und beklagt, dass er sich kommunale Solidarität anders vorstelle.

Nach diesem Schlagabtausch über die Presse haben sich die beiden Landräte noch einmal getroffen und über dieses Thema beraten, heißt es vom Sprecher des Kreises Nordfriesland. Dort habe man sich darauf geeinigt, dass Pinneberg die Flüchtlinge nicht in Hörnum unterbringt.

Hörnums Bürgermeister Rolf Speth begrüßt diese Entscheidung: „Das geht nicht gegen Pinneberg. Aber jeder Kreis muss gucken, dass er seine Flüchtlinge selbst unterbringen kann.“ Die Verantwortlichen hätten wohl auch gemerkt, dass dies auch hinsichtlich der Verwaltungsarbeit schwierig geworden wäre. Zudem solle das Fünf-Städte-Heim ja im Frühjahr schon wieder genutzt werden – somit seien die Planungen des Kreises Pinneberg ohnehin zu kurzfristig gewesen, so Speth weiter.

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erstellt am 24.Nov.2015 | 17:52 Uhr

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