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Bürgermeisterwahl auf Sylt : Petra Reiber will der Insel treu bleiben

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Die scheidende Bürgermeisterin kann sich doch nicht ganz von Sylt verabschieden und kündigt juristische Beratungstätigkeit an.

Gekommen nach Sylt ist sie vor fast einem Vierteljahrhundert, ganz weggehen von der Insel wollte sie 2015 nach der Amtsübergabe an ihren Nachfolger oder ihre Nachfolgerin Anfang Mai – doch jetzt scheint es so, dass Petra Reiber doch auf Sylt bleiben wird, zumindest zeitweise. In einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa hat die scheidende Sylter Bürgermeisterin angekündigt, der Insel auch nach dem Ende ihrer Amtszeit nicht vollkommen den Rücken zu kehren.

Noch vor einigen Wochen klang das allerdings ganz anders. Wenn endlich Schluss sei mit dem „Knochenjob“ im Westerländer Rathaus, werde sie eine Weile „rumgammeln, entspannen und die Belastungen der vergangenen Jahre abbauen“, sagte Reiber. Und das Interview endete mit einem Zitat, welches angesichts einer zu erwartenden Bürgermeisterpension von zirka 5 000 Euro für einige Empörung an den Sylter Stammtischen und in sozialen Netzwerken wie Facebook sorgte: „Tatsächlich werde auch ich mir Sylt zukünftig nicht mehr leisten können. Ich werde die Insel verlassen, so schön die Zeit auch war.“

Nun jedoch kommt eine halbe Drehung zurück: „Ich bin bestrebt, ein Bein in beruflicher Hinsicht auf Sylt zu behalten“, sagte Noch-Bürgermeisterin Reiber gegenüber dpa am Freitag. Die gelernte Juristin, die nach ihrem Studienabschluss fünf Jahre lang eine eigene Kanzlei als Rechtsanwältin in Nordbayern geführt hat, könnte es sich zum Beispiel vorstellen, auf Sylt „juristische Beratung“ zu geben. Sie werde zwar künftig nicht mehr die ganze Woche auf der Insel sein, aber doch „hin und wieder“ zurückkehren. „Dadurch, dass das Ende näher rückt, wird einem bewusst, was einem alles fehlen wird.“

Petra Reiber wurde 1991 als erste Frau zur Bürgermeisterin der damaligen Stadt Westerland gewählt, 2009 gewann sie mit überwältigender Mehrheit die Wahl zur Bürgermeisterin der durch die Fusion mit Sylt-Ost neu gegründeten Gemeinde Sylt. Zu den Bürgermeisterwahlen im Dezember diesen Jahres tritt die 57-Jährige wie seit längerem von ihr angekündigt nicht mehr an. Als Hauptgrund nannte sie wiederholt die großen Belastungen des Amtes, vor allem für ihre Gesundheit. Außerdem wolle sie mit ihrem Mann, der im Raum Hamburg tätig ist, nicht länger nur eine Fernbeziehung führen. Nach dem Ende ihrer Amtszeit im Frühjahr 2015 will Petra Reiber gemeinsam mit ihm im Kreis Rendsburg-Eckernförde leben.

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erstellt am 08.Sep.2014 | 05:34 Uhr

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