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Sylt und die Medien : „Pauli-Faktor“ und Blitzlichtgewitter

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Das deutschlandweite Interesse an Sylt wächst – nicht nur wegen der Bürgermeisterwahl

von
erstellt am 25.Nov.2014 | 06:00 Uhr

Peter Schnittgard freut sich sehr über das große Medieninteresse an der Bürgermeisterwahl. „Das zeigt doch, dass die Wahl ein wichtiges Signal für die Fortsetzung einer guten Politik, aber auch für notwendige Veränderungen in Deutschlands wichtigster Urlaubsdestination ist“, sagt der Sylter Bürgervorsteher. „Und es bestätigt den hohen Stellenwert der Gemeinde Sylt und ihrer Verwaltung.“ In der Vergangenheit habe er eine solch intensive Aufmerksamkeit nicht erlebt, weder bei Petra Reiber noch bei ihrem Vorgänger Volker Hoppe. „Das hängt unzweifelhaft auch mit Gabriele Pauli als bekannter Persönlichkeit und einziger Dame unter den Kandidaten zusammen“, so Schnittgard. „Ohne sie wäre das Interesse vor allem außerhalb der Insel sicher deutlich geringer.“

Im „Pauli-Faktor“ sieht auch Petra Reiber einen Grund für den Medienrummel rund die Wahl. „Aber das Interesse an Sylt ist generell gewachsen: ob hohe Immobilienpreise, Wohnungsnot oder die Hebammenproblematik – über alles wird mittlerweile bundesweit berichtet“, sagt die noch amtierende Bürgermeisterin. Nicht ganz ausschließen mag sie jedoch, dass die starke Pressepräsenz doch etwas mit ihrer Person zu tun haben könnte. „Ich war ja bei meinem Amtsantritt die jüngste Bürgermeisterin in Deutschland“, erzählt sie. „Und nun nach vier Amtsperioden und fast 25 Jahren bin ich offensichtlich die dienstälteste Frau in diesem Amt.“

„Ganz furchtbar“ fand Petra Reiber den Pfingstsonntag 1991, als sie ihre erste Wahl zur Bürgermeisterin der Stadt Westerland gewonnen hatte. „Andauernd stand ich im Blitzlichtgewitter, musste Live-Interviews im Radio geben“, erinnert sie sich.

Das „Schärfste“ jedoch seien zwei Reporter der Bild-Zeitung gewesen, die sie bei der Rückfahrt am Pfingstmontag im Hamburg-Altona für ein Interview extra aus dem Zug holen ließen. „Wenn das schon so anfängt, was soll das bloß noch werden“, hätte Petra Reiber damals gedacht – „und ich habe einige Tage lang ernsthaft überlegt, ob ich das Amt überhaupt antreten soll.“

 

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