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Wenningstedt : Parkgebühren: Proteste hatten Erfolg

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Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Die Gemeinde Wenningstedt rudert zurück: Nur die Parkplätze in Strandnähe sollen kostenpflichtig sein. Das Parken in den Seitenstraßen bleibt hingegen kostenfrei.

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erstellt am 25.Feb.2014 | 06:00 Uhr

Die Gemeinde Wenningstedt-Braderup rudert in Sachen Parkgebühren zurück: Nachdem die Gemeindevertretung am 6. Februar beschlossen hatte, im gesamten westlichen Gemeindegebiet von Wenningstedt auf allen Parkflächen Gebühren von bis zu vier Euro pro Tag zu erheben, sollen diese Pläne nun abgemildert werden. Das kündigte Bürgermeisterin Katrin Fifeik beim Neujahrsempfang der Gemeinde an.

Nun sollen ab Sommer diesen Jahres nur noch auf den Großparkplätzen in direkter Strandnähe die angedachten Parkgebühren erhoben werden. Das Parken in den Seitenstraßen bleibt weiterhin kostenfrei. Es habe in der vergangenen Woche ein fraktionsübergreifendes Treffen zu diesem Thema gegeben, erklärte Fifeik. Dabei sei ein Kompromiss herausgekommen, der durch Beschluss der Gemeindevertretung in der nächsten Sitzung am 12. März in Kraft treten soll. Die halbe politische Kehrtwende der Gemeinde kommt nicht von ungefähr. Bürger hatten sich direkt an die Gemeindevertreter gewandt und deren Entscheidung kritisiert, sowie zahlreiche Leserbriefe an die Sylter Rundschau geschickt (wir berichteten).

Sebastian Schmidt vom Hotel Sylter Domizil, ebenfalls Kritiker der ursprünglichen Entscheidung, zeigte sich nach dem Neujahrsempfang sehr zufrieden: „Gut, dass nicht im Sinne von kaufmännischen Überlegungen entschieden worden ist, sondern im Sinne der Gäste und Anwohner.“ Die Seitenstraßen zu bewirtschaften „wäre ein Unding.“ Ärgerlich sei an der ganzen Sache nur, dass es erst solche Proteste habe geben müssen, bevor die Gemeinde eingelenkt habe. Dennoch: „Spätere Einsicht ist besser als gar keine Einsicht.“

Auch Marc Welsch kann mit dem jetzt ausgehandelten Kompromiss gut leben. Er hatte Anfang Februar noch von einem Tritt vors Schienbein von Gästen und Dienstleistern gesprochen. Positiv sieht Welsch vor allem das Versprechen der Bürgermeisterin, dass auch in Zukunft nicht darüber nachgedacht werde, Geld fürs Parken in den Seitenstraßen zu nehmen. „Ich sage bewusst nicht, und nicht noch nicht“, so die Worte Katrin Fifeiks.

Tourismusdirektor Henning Sieverts rief dazu auf, nach Flächen für weitere Parkplätze Ausschau zu halten. Da wären dann auch die Anwohner mit Platz auf dem eigenen Grundstück gefragt. Auch müsse darüber nachgedacht werden, wo weitere Fahrradständer oder auch Ladestationen für E-Bikes in Strandnähe aufgestellt werden könnten – in der Hoffnung, dass angesichts solch eines Angebots Gäste ihr Auto auch einfach mal stehen ließen.

Kostenpflichtig sollen folgende Parkplätze werden: Seestraße, Horsatal, Mittelweg, Berthin-Bleeg-Straße, Am Dorfteich/Bauhof, Osetal/Tourismus-Service.

 

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