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Käpt'n-Christiansen-Platz : Parken für zwei Euro pro Tag

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Der Ortsbeirat entscheidet sich für ein neues Bezahlmodell für den Käpt'n-Christiansen-Platz. Es soll ein Tagesticket für zwei Euro eingeführt werden.

von
erstellt am 16.Aug.2014 | 05:13 Uhr

Zwei Euro soll eine Tageskarte für das Parken auf dem Käpt'n-Christiansen-Platz zukünftig kosten. So will es zumindest der Ortsbeirat Westerland. Am Donnerstagabend diskutierten die Mitglieder lange über die dortige Parksituation, bis sie sich schließlich mit nur einer Gegenstimmen für das Tagesticket zum Preis von zwei Euro aussprachen. Im nächsten Schritt geht diese Empfehlung an die Gemeindevertretung, die dann endgültig darüber entscheidet.

Mit einem Euro pro Stunde sei das Parken auf dem Käpt'n-Christiansen-Platz einfach zu teuer – darüber waren sich fast alle einig. Man bedenke zum Beispiel die vielen Sylter, die in der Innenstadt arbeiten und mit einer täglichen Gebühr von acht Euro immense monatliche Kosten zu stemmen haben. Es sei zudem auch ein Problem, dass viele den teuren Parkplatz gar nicht nutzen und in die Seitenstraßen ausweichen, in denen das Parken kostenfrei ist. „Ich wohne selber in der Käpt'n-Christiansen-Straße und sehe das täglich: Der Parkplatz ist fast leer, dafür sind die anderen Straßen zugeparkt“, so der Vorsitzende des Ortsbeirats Kay Abeling. Große Fahrzeuge wie auch der Stadtbus haben bereits Probleme, durch die voll geparkten Straßen zu kommen. Regelmäßig könne man kleinere Unfälle mit abgebrochenen Spiegeln oder Kratzern beobachten, hieß es weiter.

Auch die Zahlen belegen, dass Autofahrer den ausgewiesenen Parkplatz kaum nutzen: Zirka 20000 Euro Parkgebühren werden dort jährlich eingenommen. Im Vergleich zu den anderen Plätzen sei das ein eher geringer Betrag, so Gabriele Gotthardt, Leiterin des Ordnungsamts.

Ihre Empfehlung, das Parken dort komplett kostenfrei zu machen, fand aber nur bei der Hälfte der Mitglieder Anklang. Gotthardt gab zu bedenken, dass man bei einer Änderung der Gebühren wieder die Automaten umstellen müsste. Für ein Jahr die kostenfreie Variante auszuprobieren, würde da weniger Aufwand bedeuten. Doch das Tageskartenmodell setzte sich schließlich am Ende durch.

Nicht nur das Parken auf dem Käpt'n-Christiansen-Platz war Thema der Sitzung. Steffen Jahrmarkt vom Veranstaltungsmanagement des Insel Sylt Tourismus Service (ISTS) war ins Rathaus gekommen, um die derzeitige Parksituation für die Teilnehmer der Surfveranstaltungen vorzustellen. Zum großen Surfcup im Herbst dürfen die Sportler mit ihren VW–Bussen oder Wohnwagen immer kostenfrei auf dem Parkplatz Uthlandstraße stehen. Bei den anderen vier Wassersportveranstaltungen am Brandenburgerstrand mussten die Teilnehmer dagegen bisher immer Gebühren zahlen. Doch der Gerechtigkeit wegen solle der Aufenthalt für alle Sportler kostenfrei sein, war sich der Ausschuss einig. Und schließlich seien es gerade solche Events, die auch den Tourismus auf der Insel fördern. Die zumeist jungen Sportler beim Kiten und die immer weniger werdenden Windsurfer sollten durch die Gebühren nicht abgeschreckt werden.

Einig waren sich die Mitglieder auch darüber, dass das ISTS weiter darum kümmert, dass der Parkplatz sauber gehalten wird, ausreichend Toiletten zur Verfügung stehen und auch wirklich nur die Teilnehmer dort nächtigen.

 

 

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