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Wohnraum in Wenningstedt : Osterwiese ist beschlossene Sache

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

B-Plan für 70 Dauerwohnungen am Osterweg wurde angenommen.

Sylt bekommt neuen Wohnraum: Nach langer Diskussion ist die Bebauung der Osterwiese am Osterweg in Wenningstedt beschlossene Sache. Die Gemeindevertreter haben am Montagabend auf ihrer Sitzung im Naturzentrum Braderup den B-Plan einstimmig angenommen.

Der Bebauungsplan umfasst den größten Teil der sogenannten Osterwiese in Wenningstedt. Entstehen sollen dort knapp 70 Dauerwohnungen für Sylter mit Erstwohnsitz auf der Insel. Bisher seien 136 Bewerbungen für das Baugebiet bei der Gemeinde eingegangen, vor allem Wohnungen mit vier bis fünf Zimmern sind gefragt.

Trotz der Einstimmigkeit unter den Sitzungsmitgliedern sorgte eine Meinungsverschiedenheit kurz vor der Abstimmung für Irritation: Die beiden Gemeindevertreter Brigitte Führ und Rüdiger Meyer wurden von Bürgermeisterin Katrin Fifeik gebeten, den Raum zu verlassen, weil sie befangen seien. Führ weigerte sich, da sie sich selbst nicht für befangen hält. Bürgermeisterin Fifeik schloss sie dennoch von der Abstimmung aus.

Mit dem endgültigen Beschluss sollte eine lange Diskussion unter den Gemeindevertretern zu Ende gehen. Die politische Brisanz des Themas macht sich dennoch weiter bemerkbar: Hierbei gehe es weniger um das Projekt generell, sondern eher um die Umsetzung durch die Bürgermeisterin Katrin Fifeik. „Hier herrscht keine Demokratie im Ort, hier herrscht Frau Fifeik“, sagt Brigitte Führ vom Bündnis Wenningstedt-Braderup (BWB). Sie hatte vor allem die geplante Parkplatzsituation rund um die Wohnhäuser beanstandet: „Eine Tiefgarage wäre eine gute Lösung. Jetzt bekommen wir in Wenningstedt in Zukunft ein Parkplatzproblem: Auf eine Wohnung werden mindestens ein bis zwei Autos kommen, das bedeutet, dass die 70 geplanten Außenstellflächen nicht reichen. Wo sollen die Leute denn parken?“ Auch die geplanten Eisen-Außentreppen sieht sie kritisch: „Ich bin für ordentliche Hausflure, die Eisentreppen sind, vor allem wenn es regnet und glitschig ist, viel zu gefährlich.“

Das Thema wurde in der Vergangenheit über einige Sitzungen mehrfach vertagt bis schließlich Ende Juli der Entwurf- und Auslegungsbeschluss angenommen wurde. Laut Gemeindebüro wurden in dieser Auslegungsphase überwiegend private Stellungnahmen zu dem Plan abgegeben, die Inhalte dieser Äußerungen führten aber nicht zu einer erneuten Überarbeitung der Planung.

Auf der Osterwiese am Osterweg solle nach dem Bauausschussvorsitzenden Gerhard Hansen aber nichts entstehen, was dort nicht hinpasst. Brigitte Führ sieht das anders: „Wir sind auch für eine Bebauung, aber das, was dort geplant ist, passt hier nicht her“, erklärt sie.

 

 

 

 

 

 

 

 

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erstellt am 29.Okt.2014 | 05:10 Uhr

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