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Sylter Rundschau

19. August 2017 | 19:31 Uhr

Ortstermin am Haus Budersand

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Wann das Gebäude abgerissen wird, damit dort Golfhäuser entstehen, ist derzeit unklar

Wenn auf Sylt neue Gemeinschaftsunterkünfte für Flüchtlinge nötig werden, sollen die Menschen möglichst im ehemaligen Jugendaufbauwerk (JAW) in Hörnum untergebracht werden. Das hat der Hauptausschuss der Gemeinde Sylt jüngst beschlossen. Zusätzlich ist es Wunsch der Politik, dass unverzüglich mit den Besitzern des ebenfalls in Hörnum Nord gelegenen Haus Budersand Verhandlungen aufgenommen werden, um auch dort Flüchtlinge unterbringen zu können (wir berichteten). Doch es scheint unwahrscheinlich, dass es dazu kommen wird.

Im Frühjahr dieses Jahres gab die Gemeindevertretung Hörnum ihr Okay, dass die Besitzerin des Hotels Budersand, Claudia Ebert, das Gebäude abreißen darf, um dort zwölf Golfhäuser zu bauen. Ebert hat mit dem Vorbesitzer des Hauses Budersand, der Norddeutschen Gesellschaft für Diakonie, einen Kaufvertrag für das Gebäude unterzeichnet. Von diesem Vertrag hat sie allerdings bis Ende dieses Jahres ein Rücktrittsrecht. Ob sie dies in Anspruch nimmt, hänge davon ab, ob Landesplanung und die Umweltbehörde des Kreises dem Bau der Golfhäuser zustimmt, sagte der für das Projekt zuständige Planer Bernd Diehle gegenüber unserer Zeitung. Heute soll im Zuge eines Ortstermins beim Haus Budersand mit Vertretern des Kreises und des Landes über offene Fragen gesprochen und die Entscheidung vorangetrieben werden.

Das Land hatte bisher Bebauungspläne in diesem Bereich immer mit dem Hinweis abgelehnt, dass zunächst ein Entwicklungskonzept für den gesamten Ortsteil entstehen müsse. Den hat die Gemeinde nun vorgelegt. Aus Diehles Sicht wäre es sinnvoll, die dortigen militärischen Bauten abzureißen, um einen homogenen neuen Hörnumer Stadtteil entstehen zu lassen. Eine Abrissgenehmigung für das Haus Budersand liege laut Diehle auch schon vor. Doch wann das Gebäude wirklich verschwinden wird, sei derzeit noch vollkommen unklar.

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erstellt am 18.Nov.2015 | 18:20 Uhr

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