Westerland : Ortsbeirat: Rathausplatz soll für Taxen geöffnet werden

Taxifahrer sind bereit, für Reinigung zu zahlen, doch es fehlt eine Firma, die diese Aufgabe übernimmt

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11. Mai 2011, 07:26 Uhr

Westerland | Ein Teil des Rathausplatzes soll nachts als Stellplatz für Taxen zur Verfügung stehen - zumindest, wenn es nach dem Westerländer Ortsbeirat geht. Der stimmte am Montagabend für einen entsprechenden Empfehlungsbeschluss.

Vor der einstimmigen Entscheidung wurde lebhaft diskutiert. Dazu waren neben dem stellvertretenden Polizeichef Dieter Johannsen und Ordnungsamtsleiter Hans-Wilhelm Hansen auch einige der betroffenen Taxifahrer in die Alte Post gekommen. Und alle waren sich einig: "So kann es nicht weitergehen."

Um unnötiges Hin- und Herfahren zu vermeiden, plädierten die Taxifahrer erneut für den Rathausplatz als Stellplatz für sieben oder acht Fahrzeuge. Von dort aus könne man schnell auf die begehrten Plätze in der Maybachstraße nachrücken.

Das Problem sei nach wie vor die Reinigung des Platzes, so Hansen. "Es kann nicht Aufgabe des Steuerzahlers sein, die Verunreinigung zu beseitigen." Dies müsse nach dem "Verursacher-Prinzip" erledigt werden, was jedoch in der Praxis kaum umsetzbar sei, da Ölverluste nicht auf ein bestimmtes Taxi zurückzuverfolgen seien.

Zwar willigten die Taxifahrer ohne zu zögern ein, pro Fahrzeug 100 Euro zu sammeln, um davon Verschmutzungen beseitigen zu lassen. Allerdings, so Hansen, habe er noch keine Firma gefunden, die eine Oberfläche wie die vor dem Rathaus von Ölspuren befreien könnte.

Alternativ schlug er vor, sowohl eine Taxiverordnung als auch eine Schleife einzurichten, in der die Taxen warten können. Per Lichtsignal sollen sie auf freie Plätze hingewiesen werden, um nachrücken zu können. Sowohl Taxifahrer als auch einige Mitglieder des Ortsbeirates lehnten dies jedoch ab, da eine schnelle Lösung erforderlich sei, die kurzfristig noch für diese Saison umsetzbar ist.

Das wäre bei Hansens zweitem Vorschlag, nachts die Busspur vor H.B. Jensen zu nutzen, möglich. Allerdings, so der Einspruch der Taxifahrer, sei der kürzeste Weg für Fahrgäste nun mal der zum Taxistand an der Sparkasse. Der sei darum am stärksten frequentiert. "Es müssen nicht nur Stellplätze da sein", so einer der Taxifahrer, "sie müssen auch sinnvoll sein."

Dies sei bei den Plätzen auf dem Rathausplatz der Fall. Die nächtliche Öffnung muss nach der Empfehlung des Ortsbeirates nun im Wirtschafts- und Verkehrsausschuss weiter verhandelt werden. Da jedoch momentan alles von einer geeigneten Reinigungsfirma abhängig zu sein scheint, wurde für die Suche danach bereits Hilfe angeboten.

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