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Sterne des Sports : Organisatoren des TSV Westerland freuen sich über den silbernen Stern des Sports

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Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

„Das ist supergeil": Bernd Frühling, Gründer der Integrations-Fußballmannschaft auf Sylt, ist begeistert von der Auszeichnung. Der Vorstand des Sportvereins freut sich auf die Teilnahme am bundesweiten Wettbewerb.

shz.de von
erstellt am 25.Nov.2015 | 04:47 Uhr

„Wir freuen uns so sehr, dass unsere konsequenter Einsatz und unsere Mühe gewürdigt wurde – es hat sich gelohnt“, sagt Peter Schnittgard, Vorsitzender des TSV Westerland, begeistert am Tag nach der Ehrung. Der Sylter Verein hatte vorgestern den „Großen Stern des Sports“ in Silber 2015 gewonnen (wir berichteten). „Damit haben wir wirklich nicht gerechnet“, so Schnittgard. Als die einzelnen Gewinner im Rahmen einer Feierstunde in Kiel aufgezählt wurden, sei die Spannung groß gewesen. „Wir waren sehr aufgeregt: Als es dann hieß, dass wir den ersten Platz haben, sind wir alle aufgesprungen und haben und umarmt.“


2500 Euro Preisgeld für die Integrations-Kicker


Miteinander, füreinander und nicht gegeneinander: Das ist das Motto des „Sylter Integrationsfußball“. Im Sommer 2014 hatte der Verein die Fußballmannschaft gegründet. Das Team FC United besteht aus Asylbewerbern, Flüchtlingen, Migranten sowie Deutschen und nimmt inzwischen am offiziellen Ligabetrieb teil. Landtagspräsident Klaus Schlie lobte die vom Verein geleistete Integrationsarbeit.

„Ich bin sehr dankbar für die großartige Hilfe, die wir bekommen haben – auch von den Sponsoren, den ehrenamtlichen Helfern und der Gemeinde“, sagt der Vereinsvorsitzende Schnittgard. „Ich denke, dass wir einen guten Beitrag dazu leisten, durch den Sport die Menschen zu verbinden.“

Initiiert und organisiert wird das Projekt von Integrationshelfer Bernd Frühling. „Das ist supergeil. Wir waren unglaublich glücklich, als wir erfahren haben, dass wir den Stern erhalten“, freut er sich. „Sport für alle“ heißt die Devise beim TSV-Westerland: Die Fußballmannschaft trainieret seit rund einem Jahr mit ihrem Coach Engin Ayhan.

Die „Sterne des Sports“ in Silber verlieh Schleswig-Holsteins Innenminister Schlie zusammen mit LSV-Präsident Hans-Jakob Tiessen, Spitzensportlern aus Schleswig-Holstein sowie Vertretern der Volksbanken/Raiffeisenbanken Mit dem Sieg auf Landesebene darf sich der TSV Westerland über ein Preisgeld in Höhe von 2500 Euro freuen. Das Geld will der Verein unter anderem für die Fahrtkosten zu den Auswärtsspielen des FC United einsetzen.

Zudem hat sich der Verein für das bundesweite Finale der „Sterne des Sports“ in Gold qualifiziert. Der Gewinner wird am 26. Januar 2016 von Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin ausgezeichnet. Mit 10 000 Euro wird dann der Sieger prämiert. Ob der TSV Westerland gute Aussichten hat, auch die bundeweite Auszeichnung abzuräumen, hänge von den Themen der anderen Bewerber ab, sagt Schnittard.


„Goldenen Stern zu holen wäre ein extra Bonbon.“


Das Thema Integrationsfußball sei gut, es sei aktuell und habe einen sozialen Aspekt, so Schnittgard: „Aber schon bei der Entscheidung in Berlin dabei zu sein, das ist die Königsklasse. Dann auch noch den goldenen Stern zu holen, wäre noch ein extra Bonbon.“

Die „Sterne des Sports“ zählen zu den wichtigsten Auszeichnungen im Breitensport. Die Jury, bestehend aus Vertretern der Medien, des LSV und den Volksbanken/Raiffeisenbanken, ehrt die Vereine vor allem für ihr gesellschaftliches Engagement. Veranstaltet wird der seit 2004 bestehende Wettbewerb von den Volksbanken/Raiffeisenbanken und dem Deutschen Olympischen Sportbund.

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