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Umfrage : „Ob gesurft wird, ist doch zweitrangig“

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Warum ihnen der Windsurf World Cup auch bei wenig Wind Spaß macht, erklären Besucher in der SR-Umfrage.

von
erstellt am 03.Okt.2013 | 16:59 Uhr

Ein Windsurf World Cup ohne Wind ist wie Skispringen ohne Schanze – eher öde, würde man vermuten. Doch die Besucher des Brandenburger Strands sehen das ganz anders: „Bei Flaute ist es noch einfacher, die Fahrer kennen zu lernen, die haben dann ja viel mehr Zeit“, erklärt Tanja Ranft (45), die mit Hund Ferdi auf einem der Sitzkissen in der Sonne entspannt. Die Kasselerin besucht das Sylter Großevent seit zehn Jahren, „egal wie das Wetter ist.“ Wenn es auf dem Wasser nicht so viel zu sehen gibt, bummelt sie die Promenade lang: „Die Surfcup-Atmosphäre ist bei Flaute ja trotzdem noch da.“

Genau diese spezielle Stimmung schätzt auch Karsten Herting (42) aus dem Sauerland: „Die macht das spießige Sylt ein bisschen frischer“, findet der Familienvater, denn: „Hier ist von barfuß bis Lackschuh alles vertreten“. Ob die Surfer nun fahren oder nicht, wäre dabei zweitrangig: „Die Leute haben so oder so gute Laune.“

Da stimmt ihm sogar Enes Yilmazer, Windsurfer aus der Türkei, zu. Sylt wäre auch bei Flaute ein schöner Ort, um hier Zeit zu verbringen. Der 23-Jährige, der zum vierten Mal beim Worldcup dabei ist, schätzt neben den sportlichen Aspekten auch, dass man „jeden Abend extrem gut Party machen kann und viele neue Leute kennen lernt.“

Im Gegensatz zum Profisurfer fände es Wilhelm Tegethoff (72) aus Warburg noch schöner, wenn er ein bisschen mehr Aktion auf dem Wasser sehen könnte. Auch die Hamburgerinnen Jessica Huesmann, Isabel Axmann und Inga Moormann sind auch wegen des Wassersports auf die Insel gekommen: „Wäre schön, wenn noch mehr Wind käme.“ Mit den Surfern selbst haben die drei Singles trotzdem zu tun: „Die lernt man beim Feiern hier echt einfach kennen.“

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