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Sylter Rundschau

23. Oktober 2017 | 21:27 Uhr

NPD sitzt in Neumünster im Rat

vom

shz.de von
erstellt am 27.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Neumünster | Da blieb selbst den Gewinnern der Kommunalwahl in Neumünster der Jubel im Halse stecken: Die rechtsextreme NPD hat es mit einem Sitz in die Ratsversammlung geschafft. Ganze 408 Stimmen reichten, um bei einem Stimmenanteil von 1,64 Prozent ein Mandat zu erobern. Das ist auch der Wahlbeteiligung geschuldet, die mit 39,8 Prozent auf ein historisches Tief gefallen ist.

Stärkste Partei im einst tiefroten Neumünster wurde zum dritten Mal in Folge bei der Kommunalwahl die CDU. Sie kam auf 36,5 Prozent (+2,2) und landete damit vor der SPD. Die holte mit 34,0 Prozent fast exakt das gleiche Ergebnis wie vor fünf Jahren. Damit bildet die CDU auch die stärkste Fraktion und darf traditionsgemäß den Stadtpräsidenten stellen. Die Wiederwahl von Friedrich-Wilhelm Strohdiek wird als gesichert angesehen. Er schaffte in seinem Wahlkreis mit 47,5 Prozent auch das beste Einzelergebnis überhaupt.

Die Grünen holten mit 12,5 Prozent ihr bestes Ergebnis bei einer Kommunalwahl und stellen mit fünf Sitzen die drittgrößte Fraktion. Das Bündnis für Bürger, eine von der Linkspartei abgespaltene Gruppierung, holte 6,1 Prozent (3 Sitze) und wurde damit doppelt so stark wie die Linke selbst (3,0 Prozent, 1 Sitz). Ein Mandat eroberten auch die Piraten mit ihren 2,1 Prozent.

Eine faustdicke Überraschung gab es im Stadtteil Tungendorf: Ex-Justizminister Uwe Döring, Spitzenkandidat der SPD, verlor den Wahlkreis gegen den Gärtnermeister Gerhard Lassen von der CDU (374 zu 349 Stimmen). Trockener Kommentar des Ex-Ministers: "Das Wahlergebnis ist enttäuschend."

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