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Neue Halteverbotszonen in Westerland : Noch weniger Parkplätze in der Innenstadt

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Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

In der vielbefahrenen Käpt’n-Christiansen-Straße und Am Seedeich gelten neue Halteverbote.

Das führt bei Anwohnern, bei Urlaubern und besonders bei Berufspendlern zu einigem Unmut: Seit 14 Tagen gilt auf mehreren Abschnitten der südlichen Fahrbahnseite der Käpt’n-Christiansen-Straße ein absolutes Halteverbot. Bislang war es in der gesamten Straße möglich, sein Auto ohne Parkschein abzustellen – vorausgesetzt, man konnte einen freien Platz ergattern. Vor allem Werktätige, die in den Büros oder den Läden der Westerländer Innenstadt arbeiten, nutzten diese kostenlose und auch ganztägige Parkmöglichkeit häufig. Vor allem, seitdem vor gut zwei Jahren der große Käpt’n-Christiansen- Parkplatz hinter den Dünen gebührenpflichtig wurde.

Kay Abeling, Vorsitzender des Westerländer Ortsbeirats und selbst Anwohner, wundert sich über die neue Halteverbotszonen: „Das war gar kein Thema in der jüngsten Verkehrsschau. Es wurde vom Ordnungsamt angeordnet, wie ich erfahren habe.“ Natürlich hätte es dort früher immer wieder „Engpässe“ gegeben, doch irgendwie habe das auch immer funktioniert. „Jetzt fehlen in der Straße eindeutig Parkplätze und – noch schlimmer – es wird sicher schneller gefahren“, so Abeling.

Die Einschränkungen seien dringend notwendig, argumentiert demgegenüber Stefanie Schultz. „Durch die Halteverbote in der Käpt’n-Christiansen-Straße wird der Verkehrsfluss wieder hergestellt“, so die Leiterin der Abteilung Verkehr des Sylter Ordnungsamts. Vor allem in der Saison hätten sich die Autos dort immer wieder gegenseitig blockiert – besonders ärgerlich sei das für den Stadtbus sowie für Müllfahrzeuge von Remondis. Dass durch Halteverbote für einen besseren Verkehrsfluss gesorgt werden, wäre keineswegs ungewöhnlich. „Ähnliches haben wir kürzlich für die Straße Am Seedeich ab Lorens-de-Hahn-Straße in Richting Tinnum umgesetzt.“ Auch dort verkehrt der Stadtbus auf seinem Rundkurs durch Westerland, auch dort wohnen viele Insulaner, die häufig am Straßenrand parken.

Allen Berufstätigen, die tatsächlich mit ihrem Auto nach Westerland kommen müssten, empfiehlt die Ordnungsamtsmitarbeiterin, kostenfreie Parkmöglichkeiten beispielsweise auf dem Schützenplatz oder im ZOB-Parkhaus zu nutzen.

Mit den geplanten Umleitungen wegen der Sanierung der L24 hätten die Halteverbote übrigens nichts zu tun, obwohl in beiden Straßen Ausweichmöglichkeiten für den Verkehr geschaffen werden sollen. „Was da wo und wie lange kommt, können wir bisher nicht genau sagen“, so Stefanie Schultz. Klar sei bisher nur, dass auch die Stettiner Straße betroffen sein wird.

Noch einige Zeit gedulden müssen sich Parkplatzsuchende bis zur Umsetzung des neuen Bewirtschaftungskonzepts der Gemeinde. Obwohl vom Bauausschuss schon im November beschlossen, hat sich damit am gestrigen Abend „informativ“ erstmals auch der Verkehrsausschuss befasst. Bevor die verschiedenen Maßnahmepakete in Einzelverordnungen überführt, erneut dem Bauausschuss und der Gemeindevertretung vorgelegt und dann beschlossen sind, würden noch Monate vergehen, erwartet Stefanie Schultz. „Die neue Gebührenstruktur muss stehen, es sind Tiefbauarbeiten erforderlich, es müssen Automaten umgesetzt oder neu bestellt werden, auch neue Schilder. Und wir müssen außerdem die Arbeitszeiten der Mitarbeiter neu regeln, weil ja alles künftig bis 21 Uhr gelten soll.

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erstellt am 05.Apr.2016 | 04:30 Uhr

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