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Kultlokal auf Sylt : Noch eine Saison für die Bambus-Bar

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Nach dem Tod von Wolfgang Gdanietz übernimmt ab Pfingsten seine Witwe die Kultbar in den Lister Dünen

Für viele Gäste ist es ein ganz besonderer Ort: Die Bambus-Bar in den Lister Dünen bedeutet für sie ein Stückchen altes Sylt, ein bisschen Individualität auf der Insel, weiß Lists Kurdirektor Boris Ziegler. „Viele Gäste haben mich in den vergangenen Wochen auch gefragt, ob die Bar denn in dieser Saison wieder aufmacht“, berichtet er. Ihnen kann er nun die frohe Kundschaft verkünden, dass es im ehemaligen Bushaltestellenhäuschen ab Pfingsten wieder Betrieb geben wird.

Nachdem die Bar seit dem Tod des ursprünglichen Betreibers Bambus-Klaus von dessen großen Bruder Wolfgang Gdanietz betrieben worden war, übernimmt nun dessen Frau Elli Vogel-Gdanietz. Wie sein Bruder, war Wolfgang Gdanietz im vergangenen Oktober an Lungenkrebs verstorben (wir berichteten). „Wolfgang hat sich gewünscht, dass es die Bambus-Bar auch in ihrem 30. Jubiläums-Jahr noch gibt“, sagte Vogel-Gdanietz gegenüber unserer Zeitung. Auch wenn es ihr in gewisser Hinsicht schwer falle, an diesen mit so vielen Erinnerungen verbundenen Ort zurück zu kehren, freue sie sich gleichzeitig, wieder auf Sylt zu sein. Eine Freundin werde sie bei der Arbeit in der Bar unterstützen. „Großartige Pläne habe ich noch nicht“, so Vogel-Gdanietz weiter, „ich werde erst einmal schauen, wie es so läuft.“ Auf jeden Fall soll es zu Pfingsten wieder Getränke und Snacks in der Lister Einsamkeit geben.

Wie es langfristig mit der Bambus-Bar weitergeht, das steht momentan noch nicht fest. In List wird seit Jahren eine Umgestaltung des dortigen Parkplatzes und somit auch der Strandversorgung geplant – nach diesen Plänen soll die Bambus-Bar irgendwann abgerissen werden. Doch wann das wirklich so weit ist, das steht noch in den Sternen: „Momentan warten wir auf den abschließenden B-Plan“, so Kurdirektor Boris Ziegler, „nach meinem Kenntnisstand soll der im Spätsommer fertig sein.“ Dann erst können die neuen Planungen weiter verfolgt werden. Wie in den vergangenen Jahren verpachtet die Gemeinde die Bambus-Bar so lange per Jahresvertrag.

Bekannt ist die Bambus-Bar in den vergangenen Jahrzehnten vor allem durch ihren lebenslustigen einstigen Betreiber Bambus-Klaus geworden, der dort in Mondschein-Nächten seine legendären Vollmond-Partys veranstaltete und auf dem Dach seine selbstgeschriebenen Sylt-Songs sang. Auf seinem Sterbebett nahm Klaus seinem Bruder Wolfgang das Versprechen ab, die Bar noch weiter zu führen. Der musste das Bambus-Versprechen im vergangenen Herbst an seine Frau weitergeben.

 

 

 

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erstellt am 10.Apr.2015 | 05:30 Uhr

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