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Sylter Rundschau

17. Dezember 2017 | 09:14 Uhr

Nielsens Kaffeegarten: Zurück auf Los

vom

Nach erneuter B-Planänderung sieht sich Inhaber Jens Nielsen wieder am Anfang / Café am Keitumer Kliff bleibt vorerst geschlossen

shz.de von
erstellt am 15.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Keitum | Für Jens Nielsen, Inhaber von Nielsens Kaffeegarten in Keitum, heißt es nach dem Beschluss des Bau- und Planungsausschusses jetzt vorerst wieder "rücke vor auf Los": Seit 2009 möchte der Gastronom auf seinem Grundstück neben dem markanten Backsteingebäude ein zusätzliches Haus errichten, um aus dessen Verkauf seinen Traditionsbetrieb erhalten zu können. Mit dem Erlös will der Konditor dringend notwendige Renovierungsarbeiten an seinem ursprünglichen Wohn- und Wirtschaftsgebäude finanzieren. Kostenpunkt: 2,1 Millionen Euro (wir berichteten).

Nachdem der Ausschuss dem Geschäftsmann im August 2011 grünes Licht für sein Vorhaben gegeben hatte - eine Änderung des Bebauungsplans in Nielsens Sinne schien möglich - machte jedoch die Landesplanung dem Bauvorhaben des Familien-Unternehmers einen Strich durch die Rechnung. Teilabriss, Teilneubau und bauliche Sanierung bewertete der Kreis wie einen Neubau und die bisherigen Genehmigungen erloschen.

Den aktuellen Beschluss des Bau- und Planungsausschusses und damit mittlerweile siebte Änderung des Bebauungsplanes für Nielsens Kaffeegarten bezeichnete der Leiter des Bauamts Wolfgang Knuth nun als eine "reduzierte Lösung". Die Ausschussmitglieder stimmten nun mehrheitlich für eine B-Planänderung, die die Nutzung des 600 Quadratmeter großen Stammgebäudes mit mehreren Gewerbeeinheiten vorsieht.

Bisher betrieb Nielsen in dem Ziegelbau ein Café mit Bäckerei, die nun seit über zwei Jahren geschlossen ist. Neben Nielesen Bäckerei befindet sich eine Schank- und Speisewirtschaft (Pius Weinstube). Die jetzige "kleine Lösung" eröffnet Nielsen weitere wirtschaftliche Nutzung des Gebäudes, ermöglicht aber bisher keinen Neubau, wie ihn der Geschäftsmann ursprünglich geplant hatte. Den Beschluss wollte Jens Nielsen gegenüber der Sylter Rundschau vorerst nicht kommentieren: "Nach dem langjährigen Kampf muss ich das erstmal sacken lassen."

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