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Sylter Rundschau

17. Oktober 2017 | 10:44 Uhr

Nichts in trockenen Tüchern

vom
Aus der Redaktion der Sylter Rundschau

Gesprächsrunde zum Erhalt der Geburtshilfe legte die nächsten Schritte fest

von
erstellt am 20.Dez.2013 | 00:33 Uhr

Gestern fand eine weitere Gesprächsrunde zur Rettung der Geburtshilfe auf Sylt statt. Mit am Tisch saßen Vertreter aller Beteiligten – von der Nordseeklinik über Hebammen und Belegärzte bis hin zu Land, Kreis und Gemeinde Sylt. Im Mittelpunkt stand die rechtliche Form für das Modell „Sylter Kreißsaal“, bei dem statt der Klinik die Hebammen die Geburtshilfe mehr oder weniger eigenverantwortlich übernehmen würden (wir berichteten).

„Asklepios hat zwei Varianten vorgestellt, einmal eine GmbH und zum anderen eine einfache Gesellschaft bürgerlichen Rechts, die von den Beteiligten zunächst favorisiert wird, ohne die GmbH aus dem Blick zu verlieren“, sagte Bürgermeisterin Petra Reiber. Anfang Januar s und ein Vertragsentwurf vorgelegt werden. Danach wird von externer Seite ein Business-Plan aufgestellt, der zeigt, ob sich das Modell auch für die Hebammen rentiert. Reiber: „Bislang ist noch nichts in trockenen Tüchern.“ Mit zahlreichen Aktionen wird derzeit Geld für Reibers Fonds „Familien in Not“ gesammelt, der die Versicherungsbeiträge für die dritte Hebammen übernehmen wird, während die Klinik dies für die beiden anderen tut.

Unterdessen bieten die Diakonissenanstalt in Flensburg und die Ersatzkassen in Schleswig-Holstein schwangeren Sylterinnen an, sie zwei Wochen vor dem Geburtstermin in einem Boardinghaus in Flensburg aufzunehmen, um in der Frauenklinik zu entbinden. „Das Angebot richtet sich primär an Frauen mit einer Risikoschwangerschaft, es steht aber allen Schwangeren von Sylt offen“, sagt Diako-Vorstand Karl-Heinz Vorwig. Die Ersatzkassen seien bereit, die zusätzlichen Kosten für die Unterbringung zu zahlen. Auch die Betriebskostenpauschale der Hebammen würden übernommen, sollte es zum Geburtshaus auf Sylt kommen. Auf Anfrage sagte auch die AOK zu, sich finanziell an einem Geburtshaus zu beteiligen.

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